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    Home»Nachrichten»Studie: US-Tech-Mitarbeiter verlieren Vertrauen in ihre Firmen

    Studie: US-Tech-Mitarbeiter verlieren Vertrauen in ihre Firmen - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion10.11.19↻ 05.01.23

    Büro-Hochhaus, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Büro-Hochhaus, über dts Nachrichtenagentur

    Boston (dts Nachrichtenagentur) - US-Tech-Angestellte verlieren das Vertrauen in ihre Firmen. Das ergab eine Untersuchung der Boston Consulting Group zeigt, über die die "Welt am Sonntag" berichtet. Demnach meinten zwar neun von zehn Beschäftigte, ihr Arbeitgeber habe hehre Ziele formuliert.

    Doch jeder Dritte glaube, die guten Absichten würden schnell vergessen, wenn sie einem lukrativen Geschäft im Weg stünden, heißt es in der Studie. "Die grenzenlose Bewunderung, die es früher für die Tech-Industrie gab, nimmt ab", sagte Brad White von BrightHouse, einer Abteilung der Boston Consulting Group. Das Silicon Valley galt einst als Heilsbringer. Es war das Zentrum der digitalen Revolution und versprach Wohlstand und Fortschritt. Aber nun ändert sich das Bild.

    "Mehr und mehr Angestellte hinterfragen ihre Rollen", so White. Das liege auch daran, dass das Ansehen der Tech-Jobs in der Gesellschaft gesunken sei. "Früher galt es als cool, im Silicon Valley zu arbeiten", so der Unternehmensberater weiter. Heute sei die Reaktion von Freunden und Familie "oft verhaltener". Ein Grund dafür seien die Skandale der vergangenen Jahre. "Viele Firmen haben die Nebenwirkungen ihrer Produkte unterschätzt", sagte White der "Welt am Sonntag".

    Das Unternehmen Cambridge Analytica griff zum Beispiel persönliche Informationen von 87 Millionen Facebook-Nutzern ab. Daraus wurden Profile erstellt, um die US-Präsidentschaftswahlen 2016 zu beeinflussen. Zudem sammelte YouTube Daten von Kindern, ohne die Zustimmung der Eltern einzuholen. Dafür musste die zu Google gehörende Videoplattform in den USA vor Kurzem 170 Millionen Dollar Strafe zahlen.

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