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    Home»Nachrichten»Thüringens Umweltministerin distanziert sich von Ramelow-Vorstoß

    Thüringens Umweltministerin distanziert sich von Ramelow-Vorstoß - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion25.05.20↻ 16.11.21
    Foto: Anja Siegesmund, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Anja Siegesmund, über dts Nachrichtenagentur

    Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) hat sich von dem Vorstoß von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) distanziert, schon vom 6. Juni an auf allgemeine, landesweit gültige Corona-Schutzvorschriften zu verzichten.

    Erfurt (dts Nachrichtenagentur) - "Der Lockdown verlangt uns allen viel ab", sagte Siegesmund dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Man müsse aber aufpassen, "dass wir angesichts des erfolgreichen Pandemiemanagements nicht leichtsinnig werden und überdrehen".

    "Nichtrisikogruppen zuerst"

    Stattdessen müsse gelten: "Nichtrisikogruppen zuerst". Kindergärten könne man "nicht nur ein bisschen aufmachen", so Siegesmund. Ähnliches gelte für Schulen. Zudem solle sich Thüringen "mit den Ländern, deren Zahlen ebenso eine deutliche Sprache für die Öffnung sprechen, abstimmen". Das sei der Weg. Ramelow hatte der "Bild am Sonntag" gesagt, er wolle die allgemeinen Corona-Beschränkungen in seinem Bundesland aufheben. Damit würden landesweite Regeln zu Mindestabständen, dem Tragen von Mund-Nasen-Schutz sowie Kontaktbeschränkungen nicht mehr gelten.
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    Anstatt dieser Vorgaben soll es dann regionale Maßnahmen abhängig vom Infektionsgeschehen vor Ort geben. Dafür ist ein Grenzwert von 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche im Gespräch. Als Grund nannte Ramelow die niedrige Zahl der Infektionen. "Wir haben im März auf der Grundlage von Schätzungen von 60.000 Infizierten entschieden - jetzt haben wir aktuell 245 Infizierte", sagte der Regierungschef. Der Erfolg zeige, dass die harten Maßnahmen zurecht ergriffen worden seien, zwinge nun aber auch zu realistischen Konsequenzen. "Und das heißt: Für Thüringen empfehle ich die Aufhebung der Maßnahmen."

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