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    Home»Nachrichten»Tierschutzbund verlangt bessere Prävention gegen Geflügelpest

    Tierschutzbund verlangt bessere Prävention gegen Geflügelpest - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion12.01.21↻ 15.11.21
    Warnschild vor Geflügelpest in Berlin, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Warnschild vor Geflügelpest in Berlin, über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Deutsche Tierschutzbund hat Bundes- und Landesregierungen aufgefordert, mehr gegen die sich weiter ausbreitende Vogelgrippe zu unternehmen. Es gebe "keine wirkliche Präventionsstrategie", sagte Verbandspräsident Thomas Schröder der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Dazu gehörten eine "Bestandsreduktion und intensive Forschung nach einem Impfstoff".

    Corona zeige, wie schnell bei ausreichend politischem Willen, entsprechenden finanziellen Mitteln und dem nötigen Forscherehrgeiz ein wirkungsvolles Gegenmittel gefunden werden könne. "Aber offenbar sind die Tiere nicht so systemrelevant für die Bundesregierung", sagte Schröder. In den vergangenen Wochen hatte es vor allem in Niedersachsen Vogelgrippe-Nachweise in Tierhaltungen gegeben - zuletzt am Sonntag in einem Putenmastbetrieb im niedersächsischen Landkreis Cloppenburg. Der Kreis ist derzeit bundesweit Geflügelpest-Hotspot mit 15 nachgewiesenen Ausbrüchen in Geflügelhaltungen sowie rund 200.000 getöteten Tieren, vorwiegend Puten. Laut niedersächsischem Landwirtschaftsministerium liegt die "Putendichte" in der besonders betroffenen Gemeinde Garrel bei mehr als 6500 Puten pro Quadratkilometer. Aus Hannover hieß es auf Anfrage der NOZ: "Es ist nicht auszuschließen, dass die hohe Geflügeldichte die Gefahr der Seuchenübertragung zwischen den Putenhaltungen deutlich erhöht." Es gebe bei den bisherigen Fällen allerdings keinen Hinweis darauf, dass Sicherheitsmaßnahmen nicht eingehalten worden wären, so das Ministerium. Der Zentralverband der Geflügelwirtschaft (ZDG) teilte mit, ein Stall könne nicht vollständig hermetisch abgeriegelt werden, eine absolute Sicherheit gebe es nicht. Nach Verbandsangaben wurden bundesweit bislang mehr als 300.000 Tiere aufgrund der Geflügelpest getötet - mehr als die Hälfte davon im Landkreis Cloppenburg.

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