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    Home»Nachrichten»Union will Vorstoß für längeren Insolvenzschutz prüfen

    Union will Vorstoß für längeren Insolvenzschutz prüfen - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion15.01.21↻ 01.09.22
    Wegen Corona geschlossene Theaterkasse, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Wegen Corona geschlossene Theaterkasse, über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - In die Debatte um einen längeren Insolvenzschutz für von der Corona-Pandemie betroffene Betriebe kommt nach einem Vorstoß der hessischen Landesregierung Bewegung. Hessen will per Bundesratsinitiative die Insolvenzantragspflicht für zahlungsunfähige oder überschuldete Unternehmen noch bis März aussetzen, berichtet das "Handelsblatt" (Montagausgabe). "Vorsorglich prüfen wir, ob es einer Verlängerung bedarf. Denn wir wollen schließlich sicherstellen, dass die Hilfen auch wirklich bei den Unternehmen, die sie nötig haben, ankommen", sagte Unions-Fraktionsvize Thorsten Frei (CDU) der Zeitung.

    "Ich teile die Auffassung, dass gesunde Unternehmen durch die Coronakrise nicht in die Insolvenz rutschen dürfen." Frei erinnerte daran, dass Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) deshalb mehr Tempo bei den Auszahlungen der Wirtschaftshilfen angekündigt habe. "Das Bundesfinanzministerium hat einfach zahlreiche Vorgaben gemacht, die Zeit brauchen." Der SPD-Rechtspolitiker Johannes Fechner dringt auf eine rasche Koalitionslösung. "Wenn jetzt Unionspolitiker in den Ländern die dramatische Lage vieler Unternehmen erkennen und die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht im Bundesrat beschließen wollen, dann muss auch die Union im Bundestag endlich einlenken", sagte Fechner dem "Handelsblatt". Und weiter: "Wir können nicht tausende eigentlich überlebensfähige Unternehmen, denen unverschuldet die Umsätze eingebrochen sind, in die Insolvenz treiben, nur weil Wirtschaftsminister Altmaier die Auszahlung der Wirtschaftshilfen nicht organisiert bekommt." Hier gehe es um zehntausende Arbeitsplätze und die Existenzen von Familien, so Fechner.

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