
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Präsident der Weltbank, Ajay Banga, und die Generaldirektorin der Welthandelsorganisation, Ngozi Okonjo-Iweala, gehören der neuen Nord-Süd-Kommission der Bundesregierung an. Das berichtet das Magazin "Politico".
Außerdem werden der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Hermann Gröhe, sowie Mark Greene, neuer CEO der Organisation One und früherer Leiter der US-Entwicklungsbehörde USAID, Teil der Kommission sein. Die Kommission wird am Montag von ihren Vorsitzenden Olaf Scholz und Laura Chinchilla Miranda vorgestellt. Weitere Mitglieder des prominent besetzten Gremiums sollen um 13 Uhr in der Bundespressekonferenz in Berlin bekannt gegeben werden. Dort sollen auch Arbeitsziele, Zeitplan und Prioritäten der Kommission vorgestellt werden.
Die Kommission ist im Koalitionsvertrag vereinbart und wurde vom Bundeskabinett beschlossen. Sie soll die internationale Zusammenarbeit strategisch weiterentwickeln und globale Partnerschaften stärken. Den Vorsitz führt neben Chinchilla Altkanzler Olaf Scholz (SPD), der den Austausch mit dem Globalen Süden bereits in seiner Kanzlerschaft als wichtig angesehen hatte. Das Sekretariat leitet Henrik Maihack, bisher Leiter des Afrika-Referats der Friedrich-Ebert-Stiftung.
Die Kommission knüpft an die erste Nord-Süd-Kommission unter Vorsitz von Willy Brandt an. Diese hatte 1980 eine stärkere Einbeziehung der Länder des Südens sowie mehr Entwicklungs- und weniger Rüstungsausgaben gefordert.
