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    Home»Nachrichten»Zahl der Multi-Jobber auf über 3,5 Millionen gestiegen

    Zahl der Multi-Jobber auf über 3,5 Millionen gestiegen - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion21.01.20↻ 17.11.21
    Foto: Bedienung in einem Café, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Bedienung in einem Café, über dts Nachrichtenagentur

    Die Zahl der sogenannten Multi-Jobber oder Mehrfachbeschäftigten in Deutschland ist Mitte 2019 auf über 3,5 Millionen gestiegen.

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Das geht aus der Antwort der Bundesagentur für Arbeit auf eine Anfrage der Linken-Abgeordneten Sabine Zimmermann hervor, über welche die "Neue Osnabrücker Zeitung" berichtet. Ende Juni 2018 gab es demnach bundesweit 3.414.085 Multi-Jobber, Ende Juni 2019 waren es 3.537.686. Damit sind binnen eines Jahres 123.601 Menschen zusätzlich nicht mit einem Job hingekommen, ein Anstieg von 3,62 Prozent.

    3,5 Millionen Menschen haben mehrere Jobs

    Im Jahr 2004 hatte es nur 1,86 Millionen Mehrfachbeschäftigte gegeben. Fast drei Millionen Menschen hatten neben einem regulären Job noch eine geringfügige Beschäftigung. 345.440 Menschen gingen zwei sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen nach. Dritthäufigste Variante war die Kombination von zwei oder mehr sogenannter Minijobs. Dies galt für 260.666 Fälle. "Für immer mehr Beschäftigte reicht das Einkommen aus einem Job nicht mehr aus", sagte Zimmermann der NOZ.

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    "Der überwiegende Teil dürfte aus purer finanzieller Not mehr als einen Job haben und nicht freiwillig." Laut einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung sind für 53 Prozent der Befragten finanzielle Schwierigkeiten oder Nöte ausschlaggebend für eine Nebentätigkeit. Um dem Trend zu begegnen, sei die Erhöhung des Mindestlohns "in einem ersten Schritt auf 12 Euro die Stunde" dringend notwendig, sagte Zimmermann. Sie forderte überdies die Abschaffung der systematischen Niedriglohnbeschäftigung in Form von Leiharbeit und von sachgrundlosen Befristungen. "Arbeit, von der man leben kann, ist das Maß der Dinge. Dafür muss die Bundesregierung die Voraussetzungen schaffen", forderte die Linken-Abgeordnete.

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