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    Zahl der Studenten steigt nur noch minimal - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion26.11.21↻ 21.01.22
    Studenten in einer Bibliothek, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Studenten in einer Bibliothek, über dts Nachrichtenagentur

    Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Die Zahl der Studenten an deutschen Hochschulen hat im Wintersemester 2021/2022 gegenüber dem Vorjahr minimal zugelegt. 2.947.500 Personen waren an einer Hochschule in Deutschland eingeschrieben, 3.400 oder 0,1 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte das Statistische Bundesamt am Freitag mit. Damit ist die Entwicklung der vergangenen 14 Jahre, in deren Folge sich die Studierendenzahlen seit dem Wintersemester 2007/2008 (1,94 Millionen) kontinuierlich und spürbar erhöht hatten, vorerst gebremst.

    Dabei verläuft die Entwicklung in den einzelnen Hochschularten aber unterschiedlich. Im aktuellen Wintersemester sind 1.752.700 Studierende an Universitäten und gleichrangigen Hochschulen eingeschrieben, das sind rund 2 Prozent weniger als im Wintersemester 2020/2021. Gleichzeitig ist die Zahl der Studierenden an Fachhochschulen (1.097.500) um rund 3 Prozent gegenüber dem Wintersemester 2020/2021 gestiegen. An Verwaltungsfachhochschulen studieren im Wintersemester 2021/2022 rund 58.900 Studenten (+5 Prozent) und an Kunsthochschulen 38.400 (+2 Prozent). Der gebremste Anstieg bei den Studierendenzahlen hängt nach Angaben der Statistiker mit der längerfristigen Entwicklung bei den Studienanfängern zusammen. Deren Zahl ist zum vierten Mal in Folge zurückgegangen. Im Studienjahr 2021 (Sommersemester 2021 und Wintersemester 2021/22) haben 472.100 Personen erstmals ein Studium an einer deutschen Hochschule aufgenommen. Das waren rund 4 Prozent weniger als im Studienjahr 2020 (490.200) und 8 Prozent weniger als im Studienjahr 2017 (513.200), dem Jahr mit der bisher zweithöchsten Studienanfängerzahl in Deutschland. Einen höheren Wert gab es bislang nur im Studienjahr 2011 (518.700), nachdem die Wehrpflicht ausgesetzt wurde und zudem in mehreren Bundesländern zwei Jahrgänge gleichzeitig das Abitur erreichten. Die rückläufige Entwicklung der Studienanfängerzahlen seit 2017 hat sowohl demografische als auch pandemiebedingte Ursachen. Infolge der Corona-Pandemie geht die Zahl der Bildungsausländer, die zum Studium nach Deutschland kommen, zurück. Im Studienjahr 2020 war deren Zahl gegenüber dem Vorjahr um 22 Prozent gesunken. Für das aktuelle Studienjahr 2021 liegen noch keine Ergebnisse vor. Parallel dazu hat sich in den vergangenen vier Jahren in Deutschland die Bevölkerungsgruppe der 17- bis 22-Jährigen, aus der derzeit rund drei Viertel der Studienanfänger kommen, um 5 Prozent verringert. Bisher liegen für vier ausgewählte technisch orientierte Studienbereiche Informationen über die Zahl der Erstsemester im Studienjahr 2021 vor. Mit 42.100 Studierenden im ersten Hochschulsemester begannen 6 Prozent mehr Personen ein Studium im Studienbereich Informatik als im Studienjahr 2020. Dagegen schrieben sich mit 23.300 Studierenden 9 Prozent weniger neu in Maschinenbau/Verfahrenstechnik ein als im Vorjahr. Auch in Elektrotechnik und Informationstechnik (13.100, -4 Prozent) sowie im Bereich Bauingenieurwesen (11.000, -3 Prozent) gibt es jeweils weniger Studierende im ersten Hochschulsemester.

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