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    ZDK für stärkere Förderung von Wasserstoffantrieben - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion08.09.20↻ 16.11.21
    Wasserstoff-Tankstelle, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Wasserstoff-Tankstelle, über dts Nachrichtenagentur

    Bonn (dts Nachrichtenagentur) - Der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) will eine stärkere Förderung von Wasserstoff-Antriebskonzepten. Das teilte der Verband am Dienstag mit. Auf seiner Sitzung in Bonn verabschiedete der ZDK-Vorstand demnach ein Strategiepapier, in dem eine klare und einheitliche Förderpolitik für Kunden und Fahrzeughandel gefordert wird.

    Durch seine unterschiedlichen Verwendungsmöglichkeiten könne Wasserstoff einen entscheidenden Beitrag auf dem Weg zum klimaneutralen Individualverkehr leisten, sei es als Energielieferant für die Brennstoffzelle, als Basis für synthetische Kraftstoffe (E-Fuels) sowie als Stromspeicher, heißt es in dem Strategiepapier. "Die Kfz-Betriebe sind bereits heute gewappnet für den Umgang mit wasserstoffbasierten Antrieben", sagte ZDK-Präsident Jürgen Karpinski. Das gelte sowohl für den mit E-Fuels betriebenen Verbrenner als auch für Fahrzeuge mit Brennstoffzellenantrieb. Um Fahrzeuge mit Brennstoffzellen zu attraktiven Preisen anbieten zu können, ist laut dem ZDK eine konsistente Förderpolitik analog zum aktuellen Umweltbonus notwendig. Denn neben dem hohen Preis und der geringen Zahl an Wasserstofftankstellen zähle auch die vergleichsweise teure Erzeugung von Wasserstoff zu den Hindernissen für eine weitere Verbreitung dieser Fahrzeuge. Eine wirkungsvolle und zielgerichtete Förderung der Wasserstofftechnologie müsse in allen drei Bereichen ansetzen. Der ZDK-Vorstand regt außerdem an, nicht sofort benötigte und damit überschüssige elektrische Energie für das Erzeugen von Wasserstoff mittels Elektrolyse zu nutzen und diesen dann später "bedarfsgerecht" zur Verfügung zu stellen. Mit dem Aufbau der Infrastruktur zur Wasserstofferzeugung könne sofort begonnen werden. "Diese Infrastruktur wäre auch als Brückentechnologie zur Erzeugung von E-Fuels nutzbar. Denn die E-Fuels lassen sich sofort zur Erzeugung von CO2-neutralen Kraftstoffen für den Fahrzeugbestand mit konventionellen Antriebssystemen verwenden", so der ZDK-Präsident. Laut dem ZDK-Strategiepapier dürften die derzeit noch hohen Kosten für die energieintensive Herstellung von Wasserstoff kein Hindernis sein, bereits heute den Kraftstoff von morgen zu fördern. Langfristiges Ziel müsse es sein, den benötigten Wasserstoff völlig CO2-frei herzustellen. Als Zwischenlösung biete sich der Einsatz von Wasserstoff aus der Industrie an, der dort als Nebenprodukt anfalle. Der ZDK-Vorstand setzt sich dafür ein, dass für die Förderung einer zukünftigen, klimafreundlichen Mobilität technologieoffene Kriterien definiert werden sollten, die dem unterschiedlichen Nutzungsverhalten der Kunden Rechnung tragen. "Die Festlegung auf eine einzige Antriebsart wird vom Markt nicht akzeptiert werden und könnte sowohl für die Automobilindustrie als auch für alle nachgelagerten Wirtschaftszweige verheerende wirtschaftliche Folgen haben", so Karpinski.

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