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    Kriminalität: Hohe Anteile an Zuwanderern bei Raub, Sexualdelikten und Körperverletzung - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion28.04.18↻ 18.06.23
    Polizist mit Funkgerät, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Polizist mit Funkgerät, über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Im vergangenen Jahr waren 167.268 aller zu Straftaten (ohne ausländerrechtliche Verstöße) ermittelten Tatverdächtigen Zuwanderer. Dies entspricht einem Anteil von 8,5 Prozent an den insgesamt 1,97 Millionen Tatverdächtigen. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für 2017 hervor, über die die "Welt" in der Samstagausgabe vorab berichtet.

    "Im Fokus. Kriminalität und Zuwanderung."

    Demnach wurden insgesamt 1,97 Tatverdächtige registriert. Werden auch die ausländerrechtlichen Verstöße (unerlaubter Aufenthalt, illegale Einreise) berücksichtigt, sind es 2,11 Millionen Tatverdächtige. Seit dem starken Anstieg der Zuwanderung beschäftigt sich die Kriminalstatistik mit diesem Thema. Das entsprechende Kapitel in der PKS 2017 heißt: "Im Fokus. Kriminalität und Zuwanderung." Die Statistik, die vom Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden koordiniert wird, definiert als Zuwanderer Asylbewerber, Geduldete, "unerlaubt Aufhältige", subsidiär Geschützte sowie die wenigen sogenannten Kontingentflüchtlinge.

    Besonders kritische: Körperverletzung und Sexualdelikte

    Bisher fehlten hierbei jedoch die anerkannten Flüchtlinge, also Ausländer, die in der Bundesrepublik schon Asyl nach dem Grundgesetz oder Flüchtlingsschutz nach der Genfer Konvention erhielten. Das hat sich jetzt geändert: Die PKS erfasst für das Jahr 2017 erstmals die Kriminalität aller über das Asylsystem nach Deutschland gekommenen Menschen. Deshalb lässt sich die Statistik nur schwer mit der von 2016 vergleichen. Aus der Statistik ergibt sich, dass Zuwanderer in einigen Kriminalitätsfeldern besonders auffallen. Sie stellen zum Beispiel beim Taschendiebstahl einen Anteil von 31,4 Prozent aller Tatverdächtigen, beim Wohnungseinbruchdiebstahl 10,7 Prozent. Bei Vergewaltigung und sexueller Nötigung sind es 15,9 Prozent, bei gefährlicher und schwerer Körperverletzung 15,2 Prozent und bei den Raubdelikten 15,1 Prozent. Nach Staatsangehörigkeit aufgeschlüsselt kommen Syrer (33.387 Straftaten) auf den ersten Platz.

    Syrer sind die größte Gruppe

    Dabei muss man berücksichtigen, dass sie die größte Gruppe der Zuwanderer stellen und deshalb in der Statistik entsprechend stark vertreten sind. Auf den nachfolgenden Plätzen rangieren Afghanen (18.632 Taten), Iraker (12.921 Taten), Marokkaner (6.580 Taten) und Algerier (6.108). In der PKS wird jeder Tatverdächtige allerdings nur einmal aufgeführt, unabhängig davon, wie viele Straftaten ihm letztlich zugeordnet werden. Bei den Opfern von Straftaten verhält es sich anders: Wird jemand mehrfach Opfer, so wird dies auch mehrfach registriert.

    Insgesamt wurden in Deutschland im vergangenen Jahr rund eine Million Opfer polizeilich erfasst. Von ihnen weist die PKS 46.057 Opfer aus, die Zuwanderer sind. Das ist eine Zunahme um 5,1 Prozent. Im Jahr 2016 hatte es 43.825 solcher Opfer gegeben. Auffällig oft werden Zuwanderer Opfer gefährlicher und schwerer Körperverletzung (2017: 14.308). Im Jahr 2016 waren es 13.392. Der als Zuwanderer definierte Personenkreis machte Ende 2017 nach Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) rund zwei Prozent der Gesamtbevölkerung aus.

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