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    Home»Nachrichten»AfD-Chef kritisiert Vorstandsbeschluss gegen Kalbitz

    AfD-Chef kritisiert Vorstandsbeschluss gegen Kalbitz - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion17.05.20↻ 16.11.21

    Journalisten bei der AfD, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Journalisten bei der AfD, über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - der AfD-Co-Vorsitzende Tino Chrupalla hat den Vorstandsbeschluss seiner Partei heftig kritisiert, nachdem die AfD-Mitgliedschaft des Vorstandsmitglieds und brandenburgischen Landesvorsitzenden Andreas Kalbitz ungültig ist. Das kommt einem Parteiausschluss von Kalbitz gleich, der als einer der Köpfe des rechtsextremen "Flügels" der AfD gilt, der sich vor Kurzem formell selbst auflöste. Chrupalla sagte dem ARD-Magazin "Bericht aus Berlin" am Sonntag, die Aktenlage und die Faktenlage hätten Kalbitz‘ Ausschluss nicht hergegeben.

    Er selbst, so Chrupalla, kenne Andreas Kalbitz seit sechs Jahren, von Rechtsextremismus könne keine Rede sein. Dagegen habe Kalbitz in Brandenburg sehr gute Wahlergebnisse für die AfD geholt. Der Vorstand hatte auf Betreiben des anderen AfD-Bundessprechers Jörg Meuthen mit sieben gegen fünf Stimmen das Vorgehen gegen Kalbitz beschlossen. Dieser habe Mitgliedschaften bei der rechtsextremen "Heimattreuen deutschen Jugend" und bei den seinerzeit vom Verfassungsschutz beobachteten Republikanern nicht bei seinem AfD-Eintritt 2013 angegeben. Chrupalla, der selbst mit Unterstützung des rechten AfD-"Flügels" zum Bundessprecher gewählt worden war, sagte, es sei ein Fehler gewesen, sich bei der Entscheidung auf einen Bericht des Verfassungsschutzes zu stützen und nicht weitergehend den Wahrheitsgehalt der Vorwürfe gegen Kalbitz zu prüfen. Dass jetzt eine aufgeheizte Stimmung innerhalb der AfD herrsche, sei die Folge dieser Unterlassung. Chrupalla bestritt sowohl eine innere Spaltung der AfD "zwischen Ost und West" als auch die Möglichkeit einer formellen Spaltung der Partei. Er halte den gegen Kalbitz gefassten Beschluss für nicht wirksam. Dieser werde jetzt formaljuristisch geprüft.

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