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    Home»Nachrichten»Berlin plant mit 78 Millionen Euro für Kampfflugzeug FCAS

    Berlin plant mit 78 Millionen Euro für Kampfflugzeug FCAS - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion04.02.20↻ 17.11.21

    Start- und Landebahn an einem Flughafen, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Start- und Landebahn an einem Flughafen, über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Bundesregierung veranschlagt rund 78 Millionen Euro für die nächste Phase der Planungen des deutsch-französischen Mehrzweck-Kampfflugzeugs FCAS. Im Jahr 2020 sollten die ersten Technologiearbeiten für das sogenannte "Future Combat Air System" beginnen, heißt es in einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums an den Haushaltsausschuss des Bundestags, über das die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" in ihren Mittwochausgaben berichten. "Der deutsche Anteil für den zweiten Anteil beläuft sich auf rund 77,5 Millionen Euro einschließlich Umsatzsteuer." Davon entfielen 50 Millionen Euro auf das Jahr 2020, der Rest soll 2021 gezahlt werden.

    Einen gleichhohen Anteil werde Frankreich übernehmen. Der FCAS soll ab 2040 die bisherigen Kampfflugzeuge Tornado und Eurofighter ersetzen. Das Vorhaben habe "das Potenzial, mittelfristig das größte europäische Rüstungsprojekt für die Entwicklung eines eigenen europäischen Kampfflugzeugsystems zu werden", heißt es in dem Schreiben aus dem Finanzministerium, das sich ausdrücklich auch auf Informationen des Verteidigungsministeriums beruft. Es habe "über die Absicherung des Erhalts relevanter militärischer Kernfähigkeiten und Bündnisverpflichtungen hinaus eine große politische Strahlkraft". In der ersten Phase sollten unter anderem technische Daten und Bewaffnung des neuen Kampfflugzeugs definiert werden, heißt es in dem Schreiben des Ministeriums. Dafür sei "eine Gesamtlaufzeit von 18 Monaten vorgesehen". Danach könnte das Projekt noch eingestellt werden: Die Aktivitäten der nun geplanten Phase stellten "kein Präjudiz für eine tatsächliche Realisierung des Projektes dar", heißt es in dem Ministeriumsschreiben. Werde die Flugzeugplanung weiter verfolgt, solle im Jahr 2021 solle die Demonstrationsphase beginnen. Das endgültige Konzept für das Flugzeug solle bis 2027 feststehen. Zu den Gesamtkosten des Projekts heißt es: "Die zukünftige Kosten- und Arbeitsverteilung ist abhängig von der Einbindung weiterer Partner im Verlauf des Projektes." In dem Schreiben des Ministeriums wird die Gleichberechtigung Deutschlands und Frankreichs betont. Beide Länder sollten "die gleichen und für den unabhängigen Betrieb, Instandhaltung und Weiterentwicklung hinreichenden Rechte am geistigen Eigentum" erhalten. Auch für die Finanzierung und Arbeitsanteile sei "grundsätzliche Parität über alle Bereich erzielt". Für das Flugzeug sind der französische Konzern Dassault sowie als Haupt-Unterauftragnehmer die deutsche Unternehmen Airbus vorgesehen. Das Triebwerk soll zunächst das französische Unternehmen Safran sowie auf deutscher Seite MTU entwickeln. Für weitere Komponenten sind die deutsche Firma ADS sowie das französische Rüstungsunternehmen MBDA und Thales vorgesehen.

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