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    Home»Nachrichten»Bofinger dringt auf Ende der "Rente mit 63"

    Bofinger dringt auf Ende der "Rente mit 63" - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion11.09.26
    Älteres Paar (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
    Foto: Älteres Paar (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der langjährige "Wirtschaftsweise" Peter Bofinger warnt die SPD, auf die Abschaffung der "Rente mit 63" zu verzichten. Ökonomisch lasse sich ein Festhalten an der Regelung nicht rechtfertigen. Sie sei zudem "sehr kostspielig", sagte Bofinger dem "Spiegel". Die Abschaffung bestrafe nicht die Fleißigen. Im Gegenteil: Es falle "ein Bonus weg, der von den geleisteten Einzahlungen her nicht gerechtfertigt ist", so Bofinger.

    Bofinger widerspricht dem Argument, die Rente für besonders langjährig Versicherte belohne die Lebensleistung Fleißiger. Wer länger arbeite, bekomme im deutschen System bereits eine höhere Rente als jemand mit weniger Beitragszeiten. "Das ist die Art, wie das deutsche Rentensystem Leistung honoriert", so Bofinger. Wer 45 statt 40 Jahre arbeite, habe am Ende 12,5 Prozent mehr Rente zur Verfügung.

    Ein Beibehalten der "Rente mit 63" müssten andere Gruppen bezahlen. "Die Kosten tragen alle Beitragszahler, die Arbeitnehmer ebenso wie die Arbeitgeber. Dann kommen noch alle anderen Rentenbezieher dazu, weil für die am Ende weniger Geld im Topf ist", sagte Bofinger. Die daraus entstehenden Kosten seien erheblich. Die Schätzungen lägen zwischen fünf und zehn Milliarden Euro, so der Ökonom. Zehn Milliarden Euro entspreche wiederum "in etwa einem halben Beitragspunkt".

    Bofinger ist Seniorprofessor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Würzburg. Auf Vorschlag der SPD war Bofinger Mitglied der Rentenkommission der Bundesregierung. Von 2004 bis 2019 gehörte er dem Sachverständigenrat Wirtschaft an, den sogenannten "Wirtschaftsweisen".

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