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    Home»Nachrichten»Deutsche Forscher beklagen Probleme bei Kooperationen mit China

    Deutsche Forscher beklagen Probleme bei Kooperationen mit China - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion10.12.19↻ 23.12.22
    Foto: Chinesische Flagge, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Chinesische Flagge, über dts Nachrichtenagentur

    Deutsche Forscher haben zunehmend Probleme, mit chinesischen Instituten zu kooperieren. Grund sei vor allem die weitreichende Einflussaufnahme der Kommunistische Partei Chinas auf Forschungsinhalte.

    Bonn (dts Nachrichtenagentur) - "Nach einer Zeit der Öffnung sehen wir gerade wieder eine Re-Ideologisierung", sagte Hans-Christian Pape, Präsident der Alexander-von-Humboldt-Stiftung, die weltweit Forschungskooperationen fördert, dem "Handelsblatt".

    Intransparenz

    Forscher berichteten, dass Prozesse nicht transparent seien, Zulassungsverfahren nicht eingehalten würden und die Verwertung von Forschungsergebnissen nicht geklärt werden könne. "Es kann nicht sein, dass eine Forschungskooperation nur der einen Seite nützt", so der Stiftungspräsident weiter. Da bestehe "dringender Handlungsbedarf und da würden wir uns auch seitens der Politik mehr Unterstützung wünschen", sagte Pape. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) werde ein geplantes China-Büro nun doch nicht eröffnen, berichtet das "Handelsblatt" unter Berufung auf eigene Informationen.

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    Die Repräsentanz sollte die Kooperationen bündeln. Als Grund verweist die DFG auf die sich "zurzeit stetig verändernde Gesetzgebung in China, wie etwa dem NGO-Gesetz, den Sozialversicherungs- und Steuergesetzen sowie dem Cybersecurity Law" und die lange Unklarheit, bis die jeweiligen Durchführungsbestimmungen folgen. Die Institute befinden sich in einem Dilemma, denn sie sehen gleichzeitig, wie wichtig eine Kooperation mit China auf dem Gebiet der Forschung ist. Deutschland müsse daher "in der deutsch-chinesischen Forschungszusammenarbeit eine Gratwanderung gehen", forderte Otmar D. Wiestler, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft.

    Es gebe Gebiete, "auf denen eine Zusammenarbeit für uns ausgesprochen wertvoll ist. In solchen Fällen müssen wir uns gründlich abstimmen, unter welchen Rahmenbedingungen wir das tun", sagte Wiestler. China habe im wissenschaftlichen Wettbewerb "enorm aufgeholt und verfügt heute über teils weltweit einzigartige Forschungsinfrastrukturen", sagte auch Martin Stratmann, Präsident der Max-Planck Gesellschaft (MPG), dem "Handelsblatt". Neue Gesetze hätten zuletzt aber stark die Rahmenbedingungen für deutsche Forscher in China beeinflusst, warnt die MPG. Insgesamt sei die Arbeit mit China "derzeit von sehr aufwendigen Administrations- und Abstimmungsprozessen geprägt".

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