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    Home»Nachrichten»Digitalisierungsoffensive für Gesundheitsämter kommt nicht voran

    Digitalisierungsoffensive für Gesundheitsämter kommt nicht voran - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion07.10.20↻ 18.11.21
    Gesundheitsamt, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Gesundheitsamt, über dts Nachrichtenagentur

    Eine Digitalisierungsoffensive der Bundesregierung für die 375 Gesundheitsämter in der Coronakrise ist bislang offenbar ohne großen Erfolg geblieben.

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Laut einer Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Anfrage des FDP-Bundestagsabgeordneten Torsten Herbst, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochausgaben) berichten, haben bislang nur wenige Länder mit dem Bund die notwendige Verwaltungsvereinbarung unterzeichnet und damit die Fördergelder beantragt. Für die technische Modernisierung und für den Anschluss an das elektronische Melde- und Informationssystem (Demis) hatte der Bund im Mai 50 Millionen Euro bereitgestellt.

    Trauriges Paradebeispiel

    Nach Angaben des Ministeriums seien bis Mitte September Vereinbarungen im Wert von 12,1 Millionen Euro getroffen worden. Der Fördertopf wird nach dem "Königsteiner Schlüssel" nach Bevölkerungszahl und Steueraufkommen auf die Länder verteilt. Ob bereits Geld ausgezahlt worden ist, ließ das Haus von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gegenüber den Funke-Zeitungen unbeantwortet. Der FDP-Politiker Herbst nannte dies ein "trauriges Paradebeispiel" für den Stand der Digitalisierung in Deutschland im Jahr 2020.
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    Faxgeräte in Gesundheitsämtern müssten endlich der Vergangenheit angehören, sagte er den Funke-Zeitungen. In den Gesundheitsämtern werde seit einem halben Jahr gegen die Ausbreitung des Coronavirus gekämpft. "Gleichzeitig gelingt es der Bundesregierung im selben Zeitraum nicht, auch nur einen Euro zum Auf- und Ausbau der digitalen Infrastruktur zur Verfügung zu stellen."

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