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    Home»Nachrichten»DIW warnt vor Inflationsraten von bis zu zehn Prozent

    DIW warnt vor Inflationsraten von bis zu zehn Prozent - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion28.03.22↻ 08.07.22
    Einkaufsregal in einem Supermarkt, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Einkaufsregal in einem Supermarkt, über dts Nachrichtenagentur

    Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) warnt vor noch höheren Inflationsraten.

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - "Wenn es zu einem Öl- und Gas-Embargo kommen sollte oder wenn Putin den Gashahn zudreht, sind Inflationsraten von bis zu zehn Prozent wahrscheinlich", sagte DIW-Präsident Marcel Fratzscher dem "Kölner Stadt-Anzeiger" und dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland". Auch ohne eine solche Eskalation sei mit Inflationsraten um sechs bis sieben Prozent zu rechnen.

    Reinen Wein einschenken

    "Die Politik muss den Menschen reinen Wein einschenken und sagen: Wenn es zu einem Embargo kommt und es keine Öl- und Gaslieferungen mehr gibt, helfen uns auch keine drei Katars und Vereinigte Arabische Emirate", so Fratzscher weiter. Verzicht seitens der Verbraucher sei der einzig sinnvolle Weg, mit der Situation in den nächsten ein bis zwei Jahren umzugehen. "Also weniger Auto fahren, autofreier Sonntag, Tempolimit auf der Autobahn." Man müsse beim Heizen deutlich einsparen.

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    "Und bei energieintensiven Unternehmen würde es temporär zu Stilllegungen kommen. Das ist die Wahrheit." Die Deutschen seien vom Krieg aber längst nicht am härtesten getroffen, so Fratzscher. Nach der Ukraine - und Russland als kriegführendem Staat - seien diejenigen Länder die Hauptleidtragenden, die auf Nahrungsmittelimporte angewiesen sind. "Wir haben nicht auf dem Schirm, dass die Nahrungsmittelpreise steigen." Russland und Ukraine exportierten 30 Prozent des Weizens weltweit. Russland exportiere auch Kaliumdünger. "Ein Land wie Ägypten muss komplett den Weizen importieren." Wenn der Preis um 30 Prozent steige, rutschten dort Millionen Menschen in Armut ab. "Das ist mein Horror, dass wir das dicke Ende noch nicht gesehen haben."

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