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    Home»Nachrichten»EVG fordert Strom- und Dieselpreisbremse für Verkehrsbranche

    EVG fordert Strom- und Dieselpreisbremse für Verkehrsbranche - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion31.10.22↻ 24.02.23
    Lok auf Gleisanlage, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Lok auf Gleisanlage, über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert eine Strom- und Dieselpreisbremse für Verkehrsunternehmen. "Unter den hohen Energiepreisen leiden auch die Verkehrsunternehmen", sagte EVG-Chef Martin Burkert dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Montagsausgaben). "Wir brauchen daher eine Strom- und Dieselpreisbremse für Bahnen und Busse sowie eine Entlastung durch die Abschaffung der Stromsteuer."

    Die EVG werde sich auf Bundesebene und innerhalb der Konzertierten Aktion für ein "Entlastungspaket" für die Verkehrsunternehmen einsetzen, sagte Burkert weiter. Am Montag treffen sich die Spitzen von Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften im Rahmen der Konzertierten Aktion mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD). Am Mittwoch kommt der Kanzler mit den Regierungschefs der Bundesländer zusammen. Die Stromkosten hätten sich in diesem Jahr mehr als verdoppelt, der Dieselpreis sei dagegen "nur" um etwa 40 Prozent angestiegen, sagte Burkert. Das führe aktuell sogar zu klimaschädlichen Entwicklungen, dass vermehrt Dieselfahrzeuge anstatt Elektroloks und -bussen eingesetzt würden.

    "Wenn Güterzüge mit Diesel gefahren werden, weil Strom zu teuer ist, halte ich das für Klima-Irrsinn", sagte der neue EVG-Vorsitzende dem RND. "Schienenverkehr wird unbezahlbar, wenn die Preise auf die Kunden umlegt werden. Daher muss die Bundesregierung jetzt handeln." Allein im DB-Konzern werde von Mehrkosten von bis zu 2 Milliarden Euro ausgegangen, die sonst durch Preiserhöhungen im Güter- und Personenfernverkehr umgelegt werden müssten. Für den Nahverkehr fordert die Branche 1,65 Milliarden mehr Regionalisierungsmittel als Ausgleich für die Energiepreissteigerungen. Auch darüber wird bei der Bund-Länder-Konferenz am Mittwoch verhandelt.

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