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    Home»Nachrichten»Flughafenverband ADV pocht auf Finanzhilfen

    Flughafenverband ADV pocht auf Finanzhilfen - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion23.05.20↻ 16.11.21

    Start- und Landebahn an einem Flughafen, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Start- und Landebahn an einem Flughafen, über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) pocht in der Coronakrise auf Finanzhilfen. "Vor allem kleinere Flughäfen, die keinen Zugang zum Kapitalmarkt haben, sind jetzt dringend auf Unterstützung angewiesen. Sie haben praktisch keine Liquiditätspuffer", sagte Verbandspräsident Stefan Schulte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagausgaben).

    Die meisten Betriebsgesellschaften seien von den staatlichen Liquiditätsprogrammen wie von der staatlichen Förderbank KfW ausgeschlossen, da sie überwiegend in öffentlicher Hand seien. "Unsere Fixkosten für Personal, Zinsen und Abschreibungen sind hoch und wir haben fast keine Umsätze mehr. Das hält die Branche nicht lange durch", warnte Schulte, der auch Vorstandschef der Frankfurter Flughafengesellschaft Fraport ist. Die Branche benötige wegen der massiv eingebrochenen Passagierzahlen 170 Millionen Euro Unterstützung im Monat. Der ADV-Präsident brachte dafür kompensatorische Zuwendungen ins Spiel, wie sie die Bundesregierung nach den Anschlägen vom 11. September 2001 an die Airlines zahlte: "Darüber müssen wir jetzt für die Flughäfen reden." Wenn der Flugbetrieb langsam wieder anläuft, erwartet der Verbandspräsident einen verschärften Wettbewerb unter den Flughafenstandorten in Deutschland. Dies könne sich auf das Angebot auswirken. "Es wird weniger Flugzeuge und wahrscheinlich auch weniger Airlines geben, weil ein Teil in die Insolvenz geht", sagte Schulte den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Wenn es weniger Airlines gebe, werde es "auch für den ein oder anderen Flughafen schwerer, Verkehre aufrechtzuerhalten."

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