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    Home»Nachrichten»Gesundheitsminister fürchtet Rückschlag bei Impfstoff-Entwicklung

    Gesundheitsminister fürchtet Rückschlag bei Impfstoff-Entwicklung - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion09.11.20↻ 15.11.21
    COVID-19 - Impfstofftest in Deutschland genehmigt
    COVID-19 - Impfstofftest in Deutschland genehmigt
    Foto: prometeus | Bigstock

    Vor den Beratungen des Kabinetts zur Priorisierung eines künftigen Corona-Impfstoffs hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor zu viel Optimismus gewarnt.

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - "Wir rechnen und planen damit Anfang nächsten Jahres. Aber bei einer Impfstoff-Entwicklung kann es auch immer noch einen Rückschlag geben", sagte Spahn der "Bild-Zeitung" (Montagausgabe). Niemand könne ausschließen, "dass es selbst kurz vor der Zielgeraden noch etwas gibt, wo man sagt: Nein, diesen Impfstoff kann man nicht zulassen".

    Monate bis zum flächendeckenden Impfschutz

    Nach Fertigstellung eines Impfstoffes werde es zudem Monate dauern, bis Deutschland wirklich ganz durchgeimpft ist. "Weil das ja auch eine enorme Logistik erfordert", so Spahn. Bei Transport und Lagerung eines Impfstoffs könne im Notfall "unterstützend auch die Bundeswehr" helfen. Bei der Verteilung eines Impfstoffs werde es "mobile Teams geben, die in Krankenhäuser oder eben auch in Pflegeheimen dann impfen", kündigte der Bundesgesundheitsminister an. Gleichzeitig rief der Gesundheitsminister alle Deutschen zu einer breiten Diskussion auf, welche Bevölkerungsteile zuerst geimpft werden sollten.
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    "Ich finde es wichtig, dass es eine politische, aber auch gesellschaftliche Debatte gibt an jedem Mittagstisch, in der Familie oder auf der Arbeit, wer zuerst geimpft werden sollte: Derjenige, der beruflich das größte Risiko hat. Derjenige, der Risikogruppe ist. Oder derjenige, der besonders viel Kontakt zu anderen hat", sagte Spahn der "Bild". Spahn kündigte an, dass sich auch der Bundestag mit dieser Frage gesetzlich befassen werde: "Bei diesem Impfstoff in dieser pandemischen Lage macht es schon Sinn, das das nochmal gesetzlich rückgekoppelt wird", so der Bundesgesundheitsminister. Eine konkrete Priorisierung könne aber erst dann beschlossen werden, "wenn wir mehr über den Impfstoff wissen", so Spahn zu "Bild".

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