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    Home»Nachrichten»Günther mahnt Union zur Offenheit in Koalitionsfrage

    Günther mahnt Union zur Offenheit in Koalitionsfrage - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion13.11.24
    Daniel Günther (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
    Foto: Daniel Günther (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

    Kiel (dts Nachrichtenagentur) - Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) mahnt die Union zur Offenheit in der Koalitionsfrage im Bund. "Ich werde in meiner Partei für eigene Stärke werben: Nicht Ausschließeritis betreiben, sondern selbstverständlich können wir nach einer Wahl mit allen drei Parteien regieren", sagte er dem Nachrichtenmagazin Politico.

    Günther ist auch dagegen, die Grünen als möglichen Partner auszuschließen: "Ich finde, die Sprachregelung sollte eher zurückhaltend sein, aber trotzdem keine Koalition mit den Grünen ausschließen. Da ist Markus Söder der Einzige, der das erklärt."

    Über eine Zusammenarbeit mit Robert Habeck sagte er: "Also mit Robert Habeck funktioniert das auf jeden Fall gut." Er habe mit ihm gute Erfahrungen in Schleswig-Holstein gesammelt: "Wir waren zusammen in einer Regierung und haben extrem vertrauensvoll zusammengearbeitet. Er war in der Bundesregierung immer jemand, der für uns ansprechbar war, der wirklich auch lösungsorientiert ist."

    Mit Christian Lindner schätzt Günther eine Zusammenarbeit eher kritisch ein: "Ich fand in diesem Bündnis nicht, dass die FDP eine tragende Kraft in dieser Koalition gewesen ist, sondern eher Opposition innerhalb einer Regierung gespielt hat. Da liegt dann oft kein Segen drauf."

    Über die Leistung der Ampel sagte der Ministerpräsident: "Ich finde, dass die drei Parteien alle jetzt kein gutes Bild gezeichnet haben und alle auch einen großen Teil der Verantwortung dafür tragen, dass es in Deutschland so eine große Verdrossenheit und auch so wenig Vertrauen in die Politik gibt." Er kritisierte auch den eigenen Koalitionspartner: "Ich regiere zwar mit den Grünen in Schleswig-Holstein zusammen, finde aber auch jetzt nicht, dass sie in Berlin einen herausragenden Job gemacht haben."

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