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    Home»Nachrichten»IW-Studie: Brexit bringt deutscher Pharmaindustrie Standortvorteile

    IW-Studie: Brexit bringt deutscher Pharmaindustrie Standortvorteile - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion09.10.19↻ 09.01.23
    Tabletten, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Tabletten, über dts Nachrichtenagentur

    Köln (dts Nachrichtenagentur) - Der drohende Brexit Ende Oktober bringt deutschen Industrieunternehmen neben vielen Nachteilen auch Standortvorteile. Das ergab eine Studie des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) am Beispiel der Pharmaindustrie, über welche die "Rheinische Post" (Donnerstagsausgabe) berichtet. Durch den britischen EU-Austritt könne "es punktuell zu einer Stärkung des Pharmastandorts Deutschland kommen", heißt es in der Studie.

    Denn das Vereinigte Königreich werde für ausländische Investoren durch den Brexit an Attraktivität verlieren. Nutznießer dieser Entwicklung sei vor allem der starke deutsche Pharmastandort. "Deutschland bietet sich bei Produktionsverlagerungen, aber auch für die Forschung und Entwicklung sowie die Durchführung klinischer Studien als neuer Standort für den europäischen Markt an", heißt es in der IW-Studie weiter. Nach einem ungeregelten Brexit dürften zudem Medikamente, die in Großbritannien für die EU zugelassen wurden, auf dem europäischen Kontinent nicht mehr vertrieben werden.

    Zurzeit werde noch fast jedes vierte Arzneimittel für den europäischen Markt im Vereinigten Königreich freigegeben, heißt es in der Studie. Um den viel größeren EU-Markt künftig weiter mit neuen Medikamenten versorgen zu können, müssten die Zulassungsverfahren aus Großbritannien in die EU verlagert werden. "Eine Zulassung im Vereinigten Königreich dürfte für europäische Pharmahersteller künftig weniger Gewicht haben, wenn doch mit einer zentralen Zulassung in der EU der größere Markt erreicht werden kann", heißt es in der IW-Studie, über welche die "Rheinische Post" berichtet. Davon könne insbesondere Deutschland profitieren.

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