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    Home»Nachrichten»Koalition verschärft Sicherheitsanforderungen für 5G-Netze

    Koalition verschärft Sicherheitsanforderungen für 5G-Netze » Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion06.11.25
    Handy-Sendemast (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
    Foto: Handy-Sendemast (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - CDU, CSU und SPD haben sich auf eine Verschärfung der Sicherheitsanforderungen für Deutschlands 5G-Mobilfunknetze geeinigt. Künftig soll das Bundesinnenministerium (BMI) allein entscheiden können, ob bestimmte Komponenten aus den Netzen entfernt werden müssen, schreibt das "Handelsblatt" in seiner Freitagausgabe.

    Damit reagiert die Koalition auf zunehmende Sicherheitsbedenken gegenüber chinesischen Herstellern wie Huawei und ZTE. Bislang war für ein solches Verbot die Zustimmung aller beteiligten Ressorts notwendig. Mit der Änderung des Gesetzes über das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI-Gesetz) soll das Verfahren deutlich vereinfacht werden. "Das heißt: Die anderen Ressorts werden zwar noch angehört, aber am Ende kann das Innenministerium entscheiden, auch wenn etwa die Beteiligten sagen würden: `Nein, das gefährdet den Mobilfunkausbau`", sagte Johannes Schätzl, digitalpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, ebenfalls dem "Handelsblatt". Das Ministerium könne sich dabei auf die Sicherheitslage berufen - sowohl vor dem Einbau als auch während des Betriebs von Netzkomponenten.

    CDU-Politiker Marc Henrichmann, Vorsitzender des Parlamentarischen Kontrollgremiums, nannte die Regelung eine notwendige Anpassung "an die heutige Bedrohungslage". "Die Warnungen unserer Nachrichtendienste sind eindeutig - und sie kommen seit Monaten mit großer Klarheit", sagte Henrichmann dem "Handelsblatt". "Wenn wir als Staat handlungsfähig bleiben wollen, müssen wir solche Risiken ernst nehmen und entsprechend entscheiden."

    Parallel hat die Bundesnetzagentur einen neuen Entwurf für den Sicherheitskatalog von Telekommunikationsnetzen vorgelegt. Er stuft künftig auch 5G-Basisstationen als kritische Komponenten ein. Damit unterliegen künftig auch die Funkanlagen selbst strengeren Anforderungen. Laut Schätzl ist das Signal an die Netzbetreiber klar: "Die Mobilfunkbetreiber müssen damit rechnen, dass das BMI auch im Zugangsnetz eingreifen kann. Jetzt kann das BMI sagen: `Macht was - sonst mache ich was.`"

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