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    Home»Nachrichten»Kükentöten: Agrarministerin hält an Ausstiegszielen fest

    Kükentöten: Agrarministerin hält an Ausstiegszielen fest - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion12.01.20↻ 17.11.21

    Julia Klöckner, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Julia Klöckner, über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) hält an ihrem Ziel fest, das millionenfache Vergasen männlicher Küken im kommenden Jahr zu beenden. "Mit großer Anstrengung kann es uns gelingen, bis Ende 2021 aus dem Kükentöten auszusteigen. Deutschland wird dann weltweit das erste Land sein, das diese Praxis beendet", sagte die CDU-Politikerin der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

    Am Montag trifft sich Klöckner in Berlin mit ihrem französischen Amtskollegen Didier Guillaume, um über das Thema zu sprechen. Beide Länder wollen beim Ausstieg zusammenarbeiten. Zuletzt hatte die deutsche Geflügelwirtschaft Zweifel geäußert, dass die umstrittene Praxis tatsächlich im kommenden Jahr beendet werden kann. Klöckner indes sagte: "Wir werden zeigen, dass Brütereien, die darauf verzichten, hier wirtschaftlich weiter bestehen können." Die Bundesregierung hatte Alternativen wie eine frühzeitige Geschlechtsbestimmung im Ei gefördert. Der Mehraufwand müsse den Unternehmen aber honoriert werden. "Auch der Verbraucher steht da in der Pflicht." Bislang werden jedes Jahr Millionen männliche Küken direkt nach dem Schlüpfen vergast, weil sich ihre Aufzucht nicht lohnt. Beim Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration übte Klöckner indes Kritik an der Wirtschaft: Landwirte seien bereit, auf schmerzfreie Alternativen bei der Aufzucht der männlichen Schweine zu setzen. Fleischverarbeiter und Handel würden aber behaupten, der Verbraucher würde dieses Fleisch nicht akzeptieren. "Das geht so nicht, alle tragen Verantwortung, nicht nur die Tierhaltung", sagte Klöckner. "Wir werden in dieser Legislaturperiode definitiv die betäubungslose Kastration von Ferkeln beenden." Die Tiere werden bislang kurz nach der Geburt kastriert, weil das Fleisch einiger Eber einen unangenehmen Geruch beim Zubereiten entwickeln kann.

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