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    Home»Nachrichten»Corona»Lauterbach fordert anderen Omikron-Impfstoff

    Lauterbach fordert anderen Omikron-Impfstoff - Corona

    News RedaktionNews Redaktion08.08.22↻ 09.08.22
    Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer, über dts Nachrichtenagentur

    Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) fordert, dass ein angepasster Impfstoff gegen Omikron auf den aktuell dominanten Subtypen BA.4/5 basieren solle, statt wie bislang vorgesehen auf der ursprünglichen Variante BA.1.

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - "Wir gehen in Deutschland davon aus, dass BA.4/5 bei der aktuellen Variante die bessere Impfstoff-Zusammensetzung ist", sagte Lauterbach dem "Spiegel". Die Hersteller Biontech und Moderna hatten bereits im Frühjahr einen angepassten Omikron-Booster basierend auf der damals kursierenden Variante BA.1 entwickelt und auch reichlich Dosen vorproduziert. Laut "Spiegel"-Bericht sind seit Monaten allein rund 100 Millionen Omikron-Impfdosen von Biontech vorrätig.

    Noch keine Zulassung

    Bislang steht dafür aber immer noch eine Zulassung aus, die in Europa für September erwartet wird. Zwischenzeitlich hat die US-Zulassungsbehörde FDA den Impfstoff-Herstellern jedoch nahegelegt, nur noch einen angepassten Impfstoff basierend auf den aktuellen Subtypen BA.4/5 zu entwickeln. In der EU dagegen hat die EMA eine solche Richtungsentscheidung nicht vorgegeben. Der deutsche Gesundheitsminister lässt dabei wenig Zweifel, wo er steht: "Ich habe dafür gesorgt, dass die Unternehmen jetzt auch für die EU sehr zügig BA.4/5 entwickeln, zur Zulassung und Auslieferung bringen", so Lauterbach.

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    Politisch wäre es schwer zu vermitteln, warum in den USA ein aktuellerer Booster eingesetzt wird, als in Deutschland. "Die FDA hat eine andere Strategie erzwungen", sagte Lauterbach. "Ohne meine Position hätten die Unternehmen wahrscheinlich viel später BA.4/5 für die EU zur Verfügung gestellt." Eine Zulassung für diese aktuellere Booster-Version könnte Experten zufolge im Oktober erfolgen. Bis dahin könnte Biontech auch ausreichend Dosen produzieren, heißt es in Unternehmenskreisen.

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