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    Lufthansa sieht Flugchaos-Talsohle durchschritten - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion07.08.22
    Touristen beim Check-in am Flughafen, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Touristen beim Check-in am Flughafen, über dts Nachrichtenagentur

    Frankfurt/Main (dts Nachrichtenagentur) - Im aktuellen Flugchaos sieht die Lufthansa die schlimmsten Auswirkungen aus überwunden an. "Die Talsohle ist durchschritten, der Flugbetrieb ist weitgehend stabilisiert", sagte Konzernvorständin Christina Foerster den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagausgaben). Zur Bewältigung der Probleme würden unter anderem 500 Mitarbeiter aus der Verwaltung an den Flughäfen aushelfen.

    "Aber dennoch haben wir es in diesem Sommer mit einem Krankenstand zu tun, der sich nicht so einfach kompensieren lässt", sagte Foerster. Die Situation bleibe herausfordernd. Wenn es zu Flugstreichungen komme, dann meist bei innerdeutschen Verbindungen, wo es alternative Verbindungen oder mehrere Flüge am Tag gibt. "99 Prozent aller Ferienflüge finden statt", sagte sie. "Trotz der vielen schmerzhaften Flugplanstreichungen fliegen wir 95 Prozent unseres gesamten Sommerflugplans." Eine deutliche Entlastung werde es jedoch erst zum Winterflugplan Ende Oktober geben. Zu Bildern mit Hallen voller gestrandeter Koffer sagte die Lufthansa-Vorständin, das weltweite Nachverfolgungssystem sei für die aktuelle Ausnahmesituation in der internationalen Luftfahrt nicht ausgelegt. So ließen sich derzeit nicht immer die Eigentümer zu den jeweiligen Koffern finden. "Je früher uns ein Verlust gemeldet wird, umso eher lässt sich ein Gepäckstück finden", sagte Foerster, die im Vorstand von Europas größtem Airline-Konzern für Kundenbeziehungen zuständig ist. Am Flughafen Frankfurt habe es Lufthansa geschafft, seit Anfang Juli 90 Prozent der gestrandeten Koffer an ihre Besitzer zu übergeben. Foerster kündigte an, dass das Personal in den Callcentern der Lufthansa im Laufe des Jahres 2022 verdreifacht werde. "Wegen der Unregelmäßigkeiten, Flugstreichungen und des Streiks hat es bei den Hotlines teilweise extreme Nachfragespitzen gegeben", sagte Foerster den Funke-Zeitungen. Passagiere beschwerten sich über teilweise stundenlange Wartezeiten. "Da investieren wir massiv in Personal", sagte sie. Seit Juli biete die Fluggesellschaft zudem deutlich erweiterte Self-Services, bei Unregelmäßigkeiten können sie sich seither etwa selbst Bahnfahrkarten und Gutscheine für Hotels und Verpflegung ausstellen. Beschwerden wegen der Vielzahl an Problemen nehme Lufthansa "sehr ernst", so Foerster. "Gerade bei Privatreisenden, die zwei Jahre auf eine große Reise gespart haben, ist das ein sehr emotionales Thema."

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