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    Home»Nachrichten»MAD enttarnt 20 Islamisten in der Bundeswehr

    MAD enttarnt 20 Islamisten in der Bundeswehr - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion05.11.16
    Bundeswehr-Soldaten, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Bundeswehr-Soldaten, über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Islamisten versuchen offenbar die Bundeswehr zu infiltrieren: Der Militärische Abschirmdienst (MAD) habe 20 Islamisten in der Truppe erkannt und verfolge 60 Verdachtsfälle, teilte der Militärnachrichtendienst den Zeitungen der Funke-Mediengruppe mit. In "islamistischen Kreisen" werde der Dienst in der Bundeswehr befürwortet, um den Umgang mit Waffen zu lernen. Aus den Rekrutierungsbüros seien "einzelne Anfragen von Bewerbern bekannt, die sich in auffälliger Weise für den Dienst in der Bundeswehr interessieren, einen Verpflichtungswunsch von nur wenigen Monaten äußern und sich ausdrücklich für eine intensive Waffen- und Geräteausbildung interessieren", so der MAD. Insgesamt bestehe die Besorgnis, "dass gewaltbereite Extremisten der Propaganda Folge leisten".

    Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will deshalb ab Juli 2017 jeden Bewerber für den Soldatendienst einer Sicherheitsüberprüfung unterziehen. Darüber werde der Bundestag schon in der kommenden Woche beraten, schreiben die Zeitungen. Die Bundeswehr rechnet mit 20.000 Sicherheitsüberprüfungen zusätzlich im Jahr. Der MAD, der bisher nur für die Soldaten zuständig ist, soll Bewerber schon vor ihrem Eintritt in die Streitkräfte durchchecken. Der Grünen-Wehrexpertin Agnieszka Brugger sagte den Zeitungen, die Prüfungen seien an sich "nicht kritikwürdig", doch solle der MAD "aufgelöst und seine Aufgaben besser von sinnvoll reformierten Diensten übernommen werden". Im Gesetzentwurf heißt es, aktuell lägen Hinweise vor, dass "islamistische Kreise" versuchen, sogenannte `Kurzzeitdiener` in die Bundeswehr zu bringen, damit sie eine solche Ausbildung mit Waffen erhalten. Im Gesetzentwurf verweist das Verteidigungsministerium auch auf Bespiele bei den afghanischen Streitkräften. Dort würden islamistische Terroristen immer wieder Soldaten zu Attentaten auf Kameraden oder verbündete Streitkräfte anstiften.

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