Für immer mehr Menschen wird Einkaufen zu einer unstillbaren Sucht. Aber nicht jeder schnelle Kauf auf dem Heimweg nach einem verpatzten Tag muss ein schlechtes Gewissen auslösen. „Frustkäufe können durchaus gesund sein“, sagt Johanna Herder, Sozialpädagogin und Leiterin der Kaufsucht-Selbsthilfegruppe in Berlin-Steglitz in der Gesundheitszeitschrift Apotheken Umschau. Sie dürfen nur nicht zur Regel werden, mahnt sie. Immerhin bleibt es bereits bei jedem fünfte Deutschen nicht bei einer gelegentlichen Shopping-Attacke. Nicht Wenige kaufen, bis der Gerichtsvollzieher kommt und ruinieren nicht selten die ganze Familie. Ein solcher Endpunkt ist durchaus vergleichbar mit dem fatalen Ergebnis anderer Süchte. »Dagegen helfen keine Tabletten, sondern Menschen, mit denen man reden kann«, sagt Johanna Herder und empfiehlt den Betroffenen, in eine Selbsthilfegruppe zu gehen. Auch die Schuldnerberatung und in schweren Fällen eine Psychotherapie kommen für Kaufsüchtige in Frage. Wer wissen will, wie nahe er an der Kaufsucht ist, kann im Internet unter www.kaufsucht.org einen Test machen.
Quelle: Gesundheitsmagazin Apotheken Umschau
