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    Home»Nachrichten»Nobelpreisträger Romer gegen bedingungsloses Grundeinkommen

    Nobelpreisträger Romer gegen bedingungsloses Grundeinkommen - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion24.10.18↻ 20.04.23
    Euromünzen, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Euromünzen, über dts Nachrichtenagentur

    New York (dts Nachrichtenagentur) - Der neue Ökonomie-Nobelpreisträger Paul Romer hat sich gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen ausgesprochen. "Ich bin dagegen, Leuten einfach nur Geld zu geben", sagte Romer der Wochenzeitung "Die Zeit". Das würde die Gesellschaften "auseinanderreißen".

    Man könne nicht ein paar Leute bitten, hart zu arbeiten und hohe Steuern zu zahlen, um das Geld dann an Menschen zu geben, die das nicht tun. Stattdessen ist Romer für Subventionen an Menschen, die gering entlohnte Arbeit haben, finanziert durch Steuern auf hohe Einkommen. Entscheidend sei, dass Menschen arbeiten, so Romer weiter. Die Haltung vieler Grundeinkommensbefürworter, die behaupten, durch Maschinen ginge den Menschen die Arbeit aus, kritisierte der Ökonom. "In der Perspektive vieler Technologieleute steckt etwas Herablassendes", sagte Romer.

    "Die sagen: Da gibt es diese klugen Ingenieure wie uns, und dann sind da diese Hoffnungslosen, die wir einfach auf die Weide stellen. Ich halte das ethisch und moralisch für anstößig und dazu für einfach falsch: Jeder Mensch kann etwas beitragen.

    "Die Gesellschaft müsse sagen: Wir helfen dir, aber du musst auch etwas zu dieser Gesellschaft beitragen. Romer ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der New York University. Von 2016 bis 2018 war er Chefvolkswirt der Weltbank. Er wird dieses Jahr zusammen mit William Nordhaus mit dem Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Wirtschaftswissenschaften ausgezeichnet, der zusammen mit den Nobelpreisen vergeben wird. In seiner Forschung setzt sich Romer vor allem mit der Frage auseinander, welche Rolle Wissen und Technologie für Wirtschaftswachstum spielen.

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