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    Home»Nachrichten»Schweinefleisch-Ausfuhr nach China im 1. Halbjahr auf Höchststand

    Schweinefleisch-Ausfuhr nach China im 1. Halbjahr auf Höchststand - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion16.09.20↻ 16.11.21
    Kleine Lebensmittelgeschäfte in Peking, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Kleine Lebensmittelgeschäfte in Peking, über dts Nachrichtenagentur

    Wiesbaden (dts Nachrichtenagentur) - Der Exportstopp von Schweinefleisch nach China trifft die deutschen Unternehmen hart. Im ersten Halbjahr 2020 war die Volksrepublik zum wichtigsten Handelspartner für Schweinefleisch-Exporte geworden, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Mittwoch mit. China hatte nach dem Auftreten der Afrikanischen Schweinepest in Deutschland zuletzt einen Importstopp für Schweinefleisch aus der Bundesrepublik verhängt.

    Von Januar bis Juni 2020 wurden noch 233.300 Tonnen Schweinefleisch von Deutschland nach China exportiert. Das waren 26,8 Prozent der Gesamtausfuhr. Damit hatten sich die Exporte in die Volksrepublik im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als verdoppelt (Anteil der Exporte Januar bis Juni 2019: 12,9 Prozent). Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 870.700 Tonnen Schweinefleisch im Wert von 2,4 Milliarden Euro exportiert. Während im ersten Halbjahr 2019 die meisten Schweinefleisch-Exporte noch nach Italien ausgeführt wurden (18,0 Prozent), landete der EU-Staat dieses Jahr mit einem Anteil von 15,2 Prozent auf Platz zwei. Im ersten Halbjahr 2020 wurden in Deutschland insgesamt 2,6 Millionen Tonnen Schweinefleisch produziert, größtenteils aus gewerblichen Schlachtungen von Tieren inländischer Herkunft. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum war dies ein leichter Rückgang um 1,0 Prozent (erstes Halbjahr 2019: -26.000 Tonnen). Im Juli 2020 setzte sich der Trend fort: Aus gewerblichen Schlachtungen wurden insgesamt 409.400 Tonnen Fleisch erzeugt, die Produktionsmenge lag damit leicht über der der Vormonate Mai und Juni, allerdings unter dem Vorjahresmonat (Juli 2019: 432.300). Für die Fleischindustrie in Deutschland stehen immer weniger inländische Tiere zur Verfügung, die Schweinehaltung ist seit Jahren rückläufig, so die Statistiker. Zum Stichtag am 3. Mai 2020 wurden insgesamt 25,5 Millionen Schweine gehalten. Das waren 3,9 Prozent oder genau eine Million Tiere weniger als noch vor zehn Jahren. Deutlicher ging im selben Zeitraum die Zahl der Betriebe zurück: um 39 Prozent auf zuletzt 20.400. Damit erhöhte sich der durchschnittliche Schweinebestand von 795 auf 1.248 Schweine je Betrieb. In den vergangenen Monaten nahm vor allem die Zahl der gehaltenen Mastschweine ab. Zum Stichtag 3. Mai 2020 wurden 11,1 Millionen Mastschweine in Deutschland gehalten. Das waren 5,2 Prozent beziehungsweise 614 700 Tiere weniger als ein halbes Jahr zuvor.

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