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    Home»Nachrichten»Siemens-Chef: Nachgeben bei Kohleprojekt hätte Pleite riskiert

    Siemens-Chef: Nachgeben bei Kohleprojekt hätte Pleite riskiert - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion22.01.20↻ 17.11.21

    Siemens, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Siemens, über dts Nachrichtenagentur

    Davos (dts Nachrichtenagentur) - Siemens-Chef Joe Kaeser hat den 18-Millionen-Euro-Auftrag für das umstrittene Kohlenminenprojekt in Australien mit der Existenz von Siemens verknüpft. Es habe eine "nichtlimitierte Schadenersatzpflicht bei einseitiger Kündigung" bestanden, sagte Kaeser am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos der "Welt" (Donnerstagausgabe). Daher handele es sich nicht nur um einen vergleichsweise kleinen Auftrag für Zugsignalsteuerung.

    Es habe das Risiko einer "nicht bezifferbaren Schadenersatzpflicht" gedroht, sagte Kaeser. Der Konzernchef hat bisher das Festhalten an dem Vertrag mit der notwendigen Glaubwürdigkeit und Vertragstreue begründet. Der Siemens-Chef wörtlich: "Wäre es vielleicht mein Unternehmen gewesen, mein Geld, meine potenzielle Pleite, hätte ich gesagt: fein, lasse ich es darauf ankommen." Er habe aber eine Verpflichtung für den Konzern. Das hohe Risiko sei auch durch ein externes Gutachten belegt worden. Er persönlich hätte das Projekt "wahrscheinlich sogar bei 180 Millionen Euro zurückgegeben", sagte Kaeser. Die Beteiligung von Siemens an dem riesigen Kohleminenprojekt des indischen Adani-Konzerns in Australien sorgt seit Längerem bei Umweltschützern für heftige Kritik. Klimaschützer und Aktivisten von "Fridays for Future" haben bei der anstehenden Siemens-Hauptversammlung am 5. Februar Proteste angekündigt.

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