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    Home»Nachrichten»SPD will höhere Preise für Lebensmittel

    SPD will höhere Preise für Lebensmittel - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion03.02.20↻ 28.11.22
    Foto: Bananen in einem Supermarkt, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Bananen in einem Supermarkt, über dts Nachrichtenagentur

    Die SPD fordert ein Ende des Preisdumpings bei Lebensmitteln und ein verpflichtendes Siegel für Tierwohl in Deutschland.

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - "Es kann nicht richtig sein, dass Lebensmittel immer billiger werden, während gleichzeitig die Landwirte auf der Straße stehen, weil sie von ihrem Einkommen nicht mehr leben können", sagte Matthias Miersch, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" vor dem an diesem Montag geplanten Spitzengespräch zu Lebensmittelpreisen im Kanzleramt. "Der Markt braucht klare Regeln", so Miersch weiter.

    Verbindliche Tierwohlkennzeichnung

    "Man muss als Verbraucher erkennen können, welche Qualität das Lebensmittel hat und wie ein Tier gehalten wurde", sagte der SPD-Politiker. "Wir müssen bei der verbindlichen Tierwohlkennzeichnung endlich weiterkommen." Miersch kritisierte eine verfehlte Förderpolitik in der Landwirtschaft und forderte einen Neustart. "Unsere Agrarwirtschaft wird mit Milliarden subventioniert, die nur unzureichend bei den Landwirten ankommen. Sie landen hauptsächlich bei den großen Konzernen, die nach dem Motto immer höher, immer weiter, wirtschaften", beklagte der Umweltexperte aus Niedersachsen.

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    "Wir brauchen einen Paradigmenwechsel in der deutschen und europäischen Landwirtschaft", so Miersch. "Die öffentlichen Gelder in Milliardenhöhe müssen endlich auch in öffentliche Güter investiert werden." Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will an diesem Montag mit dem Einzelhandel und der Ernährungsindustrie über "faire Preise" für Lebensmittel sprechen. An dem Treffen sollen unter anderem auch Agrarministerin Julia Klöckner und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (beide CDU) teilnehmen. Hintergrund sind anhaltende Proteste von Bauern, die sich gegen neue Umweltauflagen, aber auch gegen umstrittene Billigangebote für Fleisch und andere Lebensmittel richten.

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