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    Home»Nachrichten»Steinmeier kritisiert Vereinnahmung der Luftangriffe auf Dresden

    Steinmeier kritisiert Vereinnahmung der Luftangriffe auf Dresden - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion13.02.20↻ 17.11.21

    Frank-Walter Steinmeier, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Frank-Walter Steinmeier, über dts Nachrichtenagentur

    Dresden (dts Nachrichtenagentur) - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die politische Vereinnahmung der Luftangriffe auf Dresden kritisiert. "Viel zu oft und viel zu lange ist die Geschichte der Luftangriffe auf Dresden ideologisch zugerichtet und politisch vereinnahmt worden, erst von den Nationalsozialisten, dann vom SED-Regime", sagte Steinmeier am Donnerstag in seiner Rede zum 75. Jahrestag der Bombardierung Dresdens durch die Alliierten. "Und auch in diesem Gedenkjahr müssen wir erleben, wie politische Kräfte die Geschichte manipulieren, umdeuten und als Waffe missbrauchen wollen."

    Die Frage nach "alliierter Schuld" führe auf Abwege, "wenn sie gestellt wird, um deutsche Schuld zu relativieren. Wenn wir heute der Opfer in deutschen Städten gedenken, dann geht es uns nicht um Anklage, nicht um Vorwürfe und schon gar nicht um Aufrechnung", so Steinmeier. Als demokratischer Staatsbürger sei man in der Pflicht, sich gegen diese Relativierung und Vereinnahmung zu wehren. "Wer heute noch die Toten von Dresden gegen die Toten von Auschwitz aufrechnet; wer versucht, deutsches Unrecht kleinzureden; wer wider besseres Wissen historische Fakten verfälscht, dem müssen wir als Demokratinnen und Demokraten die Stirn bieten, dem müssen wir laut und entschieden widersprechen", sagte der Bundespräsident. "Lassen Sie uns gemeinsam gegen all jene kämpfen, die Erinnerung als Munition missbrauchen wollen, um ihre ideologischen Schlachten zu schlagen."

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