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    Home»Nachrichten»Thüringens Innenminister sieht Bundesliga-Fortsetzung kritisch

    Thüringens Innenminister sieht Bundesliga-Fortsetzung kritisch - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion23.04.20↻ 16.11.21

    Fußball, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Fußball, über dts Nachrichtenagentur

    Erfurt (dts Nachrichtenagentur) - Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz (IMK), Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD), sieht eine Fortsetzung der Fußball-Bundesliga-Saison kritisch. "Wir haben in Thüringen keine Erst- und Zweitligavereine; insofern bin ich nicht direkt betroffen und muss auf niemanden Rücksicht nehmen", sagte Maier den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" (Donnerstagsausgaben). Doch auch abgesehen davon sehe er "eine Fortsetzung der Saison schon ab dem 9. Mai mit Skepsis. Denn beim Fußball kommen sich die Spieler nahe, sie atmen gerade in Zweikämpfen und Laufduellen tief ein und aus", so der SPD-Politiker weiter.

    Er meldete zudem prinzipielle Bedenken an. "Wenn wir den Amateursport lahm legen, dann müssen wir den dort Aktiven erklären, warum im Profisport plötzlich andere Regeln gelten sollen", so der thüringische Innenminister. Überhaupt sei es "grundsätzlich so, dass wirtschaftliche Interessen dem Bevölkerungsschutz nachgeordnet" sein müssten. Eine Beschränkung der Kontakte bleibe "in dieser Krise das beste Mittel", sagte Maier. So habe man der Gastronomie ebenfalls gesagt, dass sie vorerst nicht wieder öffnen könne. Das sei für viele Betriebe eine Katastrophe. "Aber wir machen es trotzdem", so der SPD-Politiker weiter. Er erwartet deshalb von der Deutschen Fußball-Liga (DFL) ein überzeugendes Infektionsschutzkonzept, um die Fortsetzung des Ligabetriebs zu ermöglichen. "Das Testen der Spieler allein reicht meines Erachtens nicht aus, denn wir wissen, dass Corona-Tests bei Menschen ohne Symptome wenig aussagekräftig sind", so Maier. "Ich unterstütze den Vorschlag, dass man unter Berücksichtigung der Hygienevorschriften auch wieder Fußballspiele durchführen kann - allerdings bis auf Weiteres ohne Zuschauer", sagte Mecklenburg-Vorpommers Innenminister Lorenz Caffier (CDU) den Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland".

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