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    Home»Nachrichten»Thyssenkrupp will Tausende in Kurzarbeit schicken

    Thyssenkrupp will Tausende in Kurzarbeit schicken - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion26.03.20↻ 16.11.21

    Thyssenkrupp, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Thyssenkrupp, über dts Nachrichtenagentur

    Essen (dts Nachrichtenagentur) - Die Corona-Pandemie trifft auch den Essener Industriekonzern Thyssenkrupp hart. Unterm Strich rechne der Konzern damit, dass man perspektivisch mehrere tausend Mitarbeiter in die Kurzarbeit schicken müsse, sagte Personalvorstand Oliver Burkhard der "Rheinischen Post" (Donnerstagsausgabe). "Wir versuchen, die Auswirkungen auf unsere Leute so gut es geht abzufedern."

    Im Stahlbereich werde das Kurzarbeitergeld auf 80 Prozent aufgestockt, eine tarifliche Sonderzahlung in freie Tage umgewandelt, und Arbeitszeitkonten würden abgebaut. "Wir stellen uns darauf ein, dies noch eine längere Zeit durchzuhalten. Wir machen das, um unsere Leute an Bord halten zu können. Damit wir am Tag eins nach der Krise wieder voll hochfahren können", sagte Burkhard. Dem Personalvorstand zufolge befinden sich 25.000 Thyssenkrupp-Mitarbeiter weltweit derzeit im Homeoffice, 12.000 davon in Deutschland. Staatshilfen in der Corona-Krise will der Konzern nicht beantragen. Allerdings forderte Burkhard staatliche Hilfe für den Umbau zur klimafreundlichen Stahlproduktion: "Alleine wird die Stahlindustrie die Transformation nicht schaffen. Wenn die Politik industrielle Wertschöpfung und Arbeitsplätze im Stahl erhalten will, braucht es gegebenenfalls ein Transformationspaket für die gesamte Stahlbranche. Wir als Thyssenkrupp gehen da jetzt in der Krise in Vorleistung", sagte er. Nach Angaben von Thyssenkrupp-Stahlchef Bernhard Osburg erfordert der Umbau des Werkes in Duisburg ein Investitionsvolumen von etwa zehn Milliarden Euro. "Aber es geht da gar nicht allein um Kosten. Es geht auch um Infrastruktur und Marktanreize. Darüber müssen wir mit der Politik reden", sagte Osburg.

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