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    Home»Nachrichten»Umfrage: Mehrheit der Hamburger lehnt Olympia-Bewerbung ab

    Umfrage: Mehrheit der Hamburger lehnt Olympia-Bewerbung ab » Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion31.05.26
    Unterzeichnung der Vereinbarung zur Olympiabewerbung (Archiv), via dts Nachrichtenagentur
    Foto: Unterzeichnung der Vereinbarung zur Olympiabewerbung (Archiv), via dts Nachrichtenagentur

    Hamburg (dts Nachrichtenagentur) - Eine deutliche Mehrheit der Hamburger spricht sich laut einer aktuellen Umfrage gegen eine Bewerbung der Stadt für die Olympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 aus.

    Das ergab eine Panelbefragung des Teams um Arndt Leininger von der Universität Hamburg, wie die Hochschule am Sonntag mitteilte. Demnach gaben 57 Prozent der Befragten an, beim laufenden Referendum mit Nein stimmen zu wollen, nur 30 Prozent sind dafür und 13 Prozent sind noch unentschlossen.

    Die Befragung zeigt einen klaren Trend im Verlauf des Wahlkampfs. Bei einer ersten Erhebung im Februar und März war das Meinungsbild noch deutlich offener: Damals waren 33 Prozent gegen eine Bewerbung, 24 Prozent dafür und 43 Prozent unentschlossen. "Seit der ersten Befragung haben sich deutlich mehr der zuvor noch Unentschlossenen gegen eine Olympia-Bewerbung positioniert als dafür", sagte Nelly Buntfuß, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Politikwissenschaft. An der zweiteiligen Online-Befragung nahmen im ersten Durchgang 563 abstimmungsberechtigte Personen teil, in der zweiten Welle im Mai konnten 371 von ihnen erneut befragt werden.

    Als Hauptgrund für die Ablehnung nennen die Befragten wirtschaftliche Faktoren, insbesondere die Kostenfrage. Auch Befürchtungen hinsichtlich negativer Auswirkungen auf die Lebensqualität sowie Umwelt- und Sicherheitsrisiken tragen zur Ablehnung bei, spielen aber eine deutlich geringere Rolle. Auf der anderen Seite verbinden Befürworter mit dem Referendum vor allem wirtschaftliche Vorteile und Infrastrukturverbesserungen. "Es sind also vor allem wirtschaftliche Faktoren, die von den Befragten als besonders wichtig eingeschätzt werden - sowohl bei der Zustimmung als auch bei der Ablehnung", so Projektleiter Leininger.

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