
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) warnt angesichts zunehmender Vorfälle mit autonom handelnder Künstlicher Intelligenz (KI) vor den Risiken der Technologie und fordert von KI-Unternehmen Verbesserungen bei der Sicherheit ihrer Systeme.
"Was jetzt passiert in den letzten zwei Monaten, ist, dass immer mehr Vorfälle passieren, wo KI sich selbstständig macht, sogenannte Agenten, und Dinge tun, die sie nicht tun sollten", sagte Wildberger am Dienstag den Sendern RTL und ntv. Die Risiken müssten "sehr, sehr ernst" genommen werden. "Die Welt ist jetzt nicht ein Testgebiet für Produkte. Die Produkte müssen vorher so sicher sein, dass das nicht passiert."
Wildberger sieht vor allem die Unternehmen in der Pflicht, ihre Energie stärker darauf zu verwenden, die Sicherheit ihrer Systeme zu verbessern. "Jetzt sind erst mal die Unternehmen gefragt, (...) dass die Produkte sicher sind." Zugleich verwies Wildberger auf konkrete Maßnahmen in Deutschland: "Wir bauen ein KI-Sicherheitsinstitut in Deutschland gerade auf." Man arbeite dafür mit führenden Forschern im Bereich der KI-Sicherheit zusammen.
Für die Regulierung von KI brauche es internationale Kooperation, so Wildberger. "Ganz wichtig auch USA, China und auch Europa". Weil sich KI nicht an Ländergrenzen halte, müsse man mögliche Risikofälle gemeinsam durchspielen, etwa Cyberattacken durch Kriminelle. Staaten könnten sich dabei auch darauf verständigen, "bestimmte Fähigkeiten eben nicht zu entwickeln oder auch nicht zugänglich zu machen". Zugleich gelte für Europa: "Für uns ist es auch ein Risiko, nicht aktiv teilzunehmen. Wir brauchen auch eigene Lösungen."
