• Home
  • Magazin
  • Men
  • Blog
  • Style
  • Finanzen
  • Gesundheit
  • Reise
  • Stars
  • Lifestyle
  • Sport
  • Tech
  • Wissen
  • Fragen
Finanzen

Interbankenhandel – wenn Banken untereinander handeln (Definition & Wiki)

Interbankenhandel - wenn Banken untereinander handeln

Interbankenhandel - wenn Banken untereinander handeln

Der Interbankenhandel bezeichnet den Handel von Banken untereinander, der sowohl innerhalb Deutschlands als auch weltweit erfolgen kann. Hierbei wird vor allem Geld gehandelt, aber auch Aktien und Devisen. Den Markt, auf dem gehandelt wird, bezeichnet man als Interbankenmarkt.

Der Grund des Interbankenhandels ist in erster Linie die Absicherung der Kundengelder, aber natürlich steht auf die Gewinnmaximierung im Vordergrund.

So leihen sich Banken untereinander zur so genannten Interbanken-Rate Gelder, die zur Refinanzierung notwendig sind. Die Höhe der zur Refinanzierung notwendigen Gelder wird durch das KWG, das Kreditwesengesetz festgelegt. In ihm wird die Höhe des notwendigen Eigenkapitals festgeschrieben. Banken, die diese Gelder benötigen, zahlen hierfür Zinsen, die so genannten Interbanken-Rate. Auf der anderen Seite können Kreditinstitute, die über liquide Mittel verfügen, diese so gewinnbringend anlegen. Die Interbanken-Rate ist auch wirtschaftlich eine Kenngröße für Zinserträge.

Interbankenhandel: Devisen

Beim Interbanken-Handel werden aber auch Devisen gehandelt, um durch Kursschwankungen ebenfalls Gewinne zu erzielen. Diesen Handel bezeichnet man auch als Arbitrage. Um diese Kursunterschiede ausnutzen zu können, werden beispielsweise Euro in Dollar getauscht. Diese Dollar wiederum werden noch am gleichen Tag in japanische Yen angelegt, um die Yen gleichzeitig in Euro zu tauschen. Diesen Handel bezeichnet man auch als Eigenhandel der Bank, der natürlich Risiken in sich birgt. Sollte ein Geschäft nicht nach den Erwartungen verlaufen, können anstatt Währungsgewinne auch Verluste auftreten.

Um diese Risiken zu begrenzen, unterliegen die Banken beim Eigenhandel der Bankenaufsicht, die eine Überwachung derartiger Geschäfte vornimmt.

Der Handel mit Devisen dient neben dem Eigengeschäft aber auch der Absicherung von Währungsgeschäften. Zu diesem Zweck werden Optionen gekauft und verkauft. Bei diesen Devisentermingeschäften sichert sich die Bank den Kurs einer Währung zu einem späteren Zeitpunkt. Per heute liegt der Kurs des Dollar zum Beispiel bei 1,36 Euro. Wird heute ein Währungsgeschäft abgeschlossen, zum Beispiel der Kauf eines Wertpapiers, kann der Kurs bei Fälligkeit des Papiers deutlich höher liegen. Also sichert sich die Bank zum Termin den Kurs per Einkaufstag. Solche Geschäfte können eine Laufzeit bis zu einem Jahr aufweisen.

Interbankenhandel: Wertpapiere

Im Rahmen des Interbankenhandels werden aber auch Wertpapiergeschäfte getätigt, die ähnlich den Devisengeschäften hauptsächlich für den Eigenhandel der Bank bestimmt sind. Der Handel erfolgt hier nicht über die Wertpapierbörsen, sondern erfolgt über speziell entwickelte Abrechnungssysteme.

Im Interbankenhandel werden täglich mehrere Billionen Euro umgesetzt. Der Handel an sich ist nur wenig formell, die Abwicklung erfolgt hauptsächlich per Telefon. Erst im Anschluss an die Transaktion erfolgt dann die schriftliche Bestätigung.

Kommentieren?
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars
Loading...

Weitere Artikel zum Thema:
Kommentare:
Diskutieren, Fragen & Erfahrungsaustausch:
Zu diesem Beitrag gibt es noch keine Kommentare. Schreib einen!
Dein Kommentar:
« Institutionelle Anleger (Definition)
» Interventionspunkte – Die Intervention zur Einhaltung der Währungsparität