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Gesundheit

Grausam: Medizin im Mittelalter

Medizin im Mittelalter

Medizin im Mittelalter (Foto: ChamilleWhite | Bigstock)

In der heutigen Welt kann man sich schwer vorstellen, wie es war, als vor ein paar hundert Jahren Krankheiten noch als von Gott gesandt und nur mit Gottes Hilfe als heilbar galten. Die Heilmethoden waren damals manchmal genauso schrecklich wie wirkungslos. Zudem war vom Früh- bis zum Hochmittelalter die Medizinversorgung größtenteils in Händen von Nonnen und Mönchen.

Eine lange, dunkle Epoche der Barbarei und Gesetzlosigkeit

Europa erlitt nach dem Zusammenbruch des Weströmischen Reiches im 5. Jahrhundert einen Jahrhunderte währenden Rückschritt sowohl im Bildungswesen als auch im Handel. Erst im 9. Jahrhundert gelang es Karl dem Großen (748-814) durch die Gründung des Fränkischen Reichs geordnete Regionalherrschaften einzusetzen und Kultur, Kunst und Bildung wieder aufleben zu lassen. Als Epoche des Mittelalters gilt gemeinhin die Zeit von etwa 500 bis 1500 nach Christi Geburt und endete durch einige einschneidende Ereignisse in der Geschichte Europas wie die Erfindung des Buchdrucks 1450, der Eroberung Konstantinopels 1453 durch die Türken, die Entdeckung Amerikas durch den Seefahrer Christoph Columbus 1492 oder auch die durch Martin Luther im Jahre 1517 ausgelöste Reformation.

Mittelalter: Welche Ursachen die Mediziner hinter Krankheiten vermuteten

Europa war durch die vor allem in den Städten herrschenden unhygienischen Zustände der ideale Nährboden für großteils aus Asien stammende Krankheiten. Siechtum wurde im Mittelalter als Werk des Teufels empfunden. Der Aberglaube und Glaube stand daher bei Krankheitsausbrüchen im Vordergrund. Das Fachwissen um Heilmethoden war äußerst dürftig und viele Behandlungen führten nicht selten zum Tod.

Schlechte Luft sollte Auslöser für Erkrankungen sein

Fehlerhafte Lebensführung hinsichtlich Nahrung, körperlicher Verausgabung und sogar der Kleidung sah man ebenso als Krankheitsursachen an wie Hitze, Feuchtigkeit oder starke Gerüche. Ebenso waren viele Mediziner des Mittelalters der Meinung, die Gesundheit des Menschen sei abhängig vom Gleichgewicht seiner vier Körpersäfte. Blut, Schleim, gelbe und schwarze Galle regelten den Stoffwechsel des menschlichen Körpers und prägten zudem ihrer Meinung nach den Gemütszustand. Um die Harmonie wieder herzustellen, wurden Diäten verordnet, ja sogar Blut abgelassen. Immer größere Bedeutung nahmen aber auch Heilkräuter bei der Behandlung von Erkrankten ein.

Auf die Befruchtung kommt es an: Wird es ein Junge oder ein Mädchen?

Operationsbesteck im Mittelalter

Operationsbesteck im Mittelalter (Foto: Kai Beercrafter | Bigstock)

Das Geschlecht des Kindes hing nach dem Glauben der Menschen im Mittelalter von dem Zeitpunkt des Orgasmuses ab. So wurde ein tugendreicher und kluger Junge geboren, wenn Mann und Frau gleichzeitig zum Orgasmus kamen. Erfreute sich allerdings nur der Mann dieser Freuden, entstand ein tugendarmer und schwacher Junge. Kam der Mann mit der Frau zeitgleich zum Orgasmus, hatte aber dabei schlechte Laune, erblickte später ein tugendreiches Mädchen das Licht der Welt. Kamen beide nicht zum Höhepunkt, wurde ein unangenehmer Mensch geboren.

Geburt im Mittelalter

Die Geburt eines Kindes war damals ein sehr gefährliches Unterfangen. Sie fand zumeist im eigenen Haus mithilfe einer Hebamme statt. Eine falsche Lage des Babys im Mutterleib konnte sie durch Drehen korrigieren. Starb das Kind bereits im Mutterleib, wurde es noch getauft und anschließend mit einem Haken ans Tageslicht geholt. Starb die Frau nicht schon im Laufe einer solch grauenhaften Geburt, konnte sie – vor allem durch mangelnde Hygiene beim Geburtsvorgang – am Kindbettfieber sterben.

Sebastian Fiebiger
Redaktion

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  • 🕝 beverly

    ich verstehe nicht ganz wie das ablief wenn das kind im mutterleib starb also musste die mutter das kindsolange im bauch behalten und dann wird der bauch getauft und erst dann wird das kind herausgeholt oder wie????

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