
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Eine klare Mehrheit der Deutschen lehnt eine von der AfD geführte Landesregierung ab. In Talkshows wird gern darüber diskutiert, ob eine Regierungsverantwortung die AfD einhegen würde, weil sie dann aktuelle Probleme im laufenden politischen Betrieb lösen müsste. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des "Stern" und des Senders RTL glaubt eine klare Mehrheit der Bundesbürger allerdings nicht daran, dass es gut wäre, wenn die AfD in einem Bundesland die Macht übernehmen würde. 58 Prozent sprechen sich dagegen aus.
Dabei unterscheiden sich West und Ost: Im Westen lehnen 6 von 10 Befragten eine AfD-geführte Regierung ab. In Ostdeutschland gibt es fast ein Patt von Befürwortern (48 Prozent) und Gegnern (49 Prozent). Auch die Anhänger von CDU und CSU sind eindeutig gegen eine AfD in Regierungsverantwortung. Grüne und Linke sind sich in der überwiegenden Ablehnung einer solchen Entwicklung einig (83 Prozent), und auch drei Viertel der SPD-Anhänger sprechen sich gegen eine Machtübernahme der AfD aus.
Die Ausnahme sind wenig überraschend die AfD-Anhänger selbst. Hier sind 90 Prozent dafür, dass ihre Partei die Landesregierung übernimmt.
Das Meinungsforschungsinstitut Forsa befragte 1.001 Deutsche für die Erhebung für den "Stern" und den Sender RTL am 10. und 11. September 2026.
