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    Home»Nachrichten»Stegner will staatliche Kontrolle für Waffenproduktion

    Stegner will staatliche Kontrolle für Waffenproduktion - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion24.03.23
    Bundeswehr-Panzer
    Foto: Bundeswehr-Panzer "Leopard 2", über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der SPD-Politiker Ralf Stegner hat Sympathie für die Forderung nach einer Verstaatlichung der Rüstungsindustrie gezeigt. "Die Politik fordert derzeit eine größere Waffenproduktion, deswegen sollte dies auch unter staatlicher Kontrolle stehen", sagte Stegner den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Freitagausgaben). Die Jusos hatten sich zuvor dafür ausgesprochen, die Rüstungsindustrie zu verstaatlichen.

    Die Forderung des SPD-Nachwuchses "mag ein bisschen überspitzt klingen, aber in der Zielrichtung und Konsequenz haben die Jusos Recht", fügte Stegner hinzu. Zu den hohen Gewinnen von Rüstungsunternehmen wie Rheinmetall sagte der SPD-Außenpolitiker: "Wenn Rheinmetall Börsenerfolge feiert, dann ist das nichts, was mich freut." Die einzigen, die vom Krieg profitierten seien diejenigen, die Waffen verkaufen, so Stegner. Die Ankündigung von Rheinmetall, eine neue Fabrik zur Panzerproduktion in der Ukraine bauen zu wollen, sehe er deswegen kritisch. "Industriepolitik auch in dieser Lage heißt nicht, dass wir alles tun, was die Rüstungsindustrie will." In der Debatte um eine Steigerung der Waffen- und Munitionsproduktion sei er "gegen Scheinheiligkeit", sagte Stegner. Die Bundeswehr als Parlamentsarmee brauche und verdiene funktionierendes Gerät für ihre Aufgaben der Landes- und Bündnisverteidigung. Auch die Unterstützung der Ukraine bei ihrer Selbstverteidigung sei richtig, "auch wenn ich mich mit der Lieferung immer schlagkräftigerer Waffen und einer verengten Militärlogik schwer tue", fügte der SPD-Politiker hinzu. "Aber: Die Probleme der Welt lösen wir nicht mit immer neuen Waffen."

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