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    Home»Nachrichten»Tausende Busfahrer fehlen - Niedrigere Einstiegshürden gefordert

    Tausende Busfahrer fehlen - Niedrigere Einstiegshürden gefordert - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion25.06.22
    Leerer Bus-Parkplatz, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Leerer Bus-Parkplatz, über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - In Deutschland fehlen bereits jetzt 5.000 Busfahrer. Diese Lücke wird sich in den kommenden Jahren noch rasant vergrößern, da viele Fahrer in den Ruhestand gehen, so eine Branchenumfrage des Bundesverbandes Deutscher Omnibusunternehmen (BDO), über die die Zeitungen des "Redaktionsnetzwerks Deutschland" in ihren Samstagausgaben berichten. Für die kommenden acht bis zehn Jahre fehlen demnach bereits 36.000 Fahrer.

    Zudem wird durch die Verkehrswende der Personalbedarf um mindestens weitere 40.000 Beschäftigte auf insgesamt 76.000 Busfahrer im Jahr 2030 steigen. Noch nicht einberechnet sind die in dieser Woche von Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) und Bahnchef Richard Lutz angekündigten Großbauarbeiten mit Streckensperrungen bei der Bahn. Sollten diese in Größenordnungen Bus-Ersatzverkehr nötig machen, steigt der Bedarf an Fahrern weiter. BDO-Hauptgeschäftsführerin Christiane Leonard sagte dem RND: "Die Kosten und die Dauer der Busfahrpersonalausbildung in Deutschland sind nach wie vor zu hoch. Diese komplexen Hürden schrecken interessierte junge Nachwuchskräfte ab." Weiter sagte Leonard: "Für die Integration ausländischer Fachkräfte ist es zudem dringend erforderlich, Bürokratie- und Sprachbarrieren schnell und umfassend abzubauen. Ohne diese grundlegenden Reformen wird der Mangel an Fahrpersonal zum Bremsklotz der Verkehrswende." Um diese Lücke zu füllen, schlägt der BDO unter anderem vor, den Zeitaufwand für den Erwerb des Führerscheins und der Berufskraftfahrerqualifikation zu senken. Wie in Österreich sollten beide Ausbildungen zudem zusammengelegt werden. Um mehr Fahrer aus dem Ausland anwerben zu können, sollten ausländische Bus-Führerscheine auch für Bürger aus Drittstaaten, wie der Ukraine, Weißrussland und Bosnien-Herzegowina in Deutschland anerkannt werden. Das würde auch Geflüchteten aus der Ukraine helfen, deren Führerscheine und Berufskraftfahrerqualifikation für den Busverkehr bislang nicht anerkannt werden.

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