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    Home»Nachrichten»Themen»Google-Aktie: Man soll gehen, wenn die Party am schönsten ist

    Google-Aktie: Man soll gehen, wenn die Party am schönsten ist » Themen

    Sebastian FiebigerSebastian Fiebiger30.11.19↻ 13.11.25

    Entwicklung der Google-Aktie

    Ich werde meine steuerfreien Google-Aktien verkaufen. Warum verrate ich in diesem Beitrag.

    Würde man mir den Chart der Google-Aktie vorlegen, ohne dass ich etwas über das Unternehmen weiß, wäre mein Urteil glasklar: Bloß nicht verkaufen! Dennoch werde ich meine steuerfreie Position Google-Aktien verkaufen und den Konzern damit vollständig aus meinem Depot verbannen. Warum?

    1. Google ist schon lange nicht mehr geil!

    Unter dem Titel "Wir sind schon lange nicht mehr geil!" hatte ich 2011 über mein eigenes Unternehmen geschrieben und mich an einer ehrlichen Analyse dessen versucht, was unsere Arbeit zur Mittelmäßigkeit hat abgleiten lassen.

    Und genau an diesem Punkt steht Google heute. Ohne es zu erkennen. Ein Gemischtwarenladen mit vielen MeToo-Produkten, die alle nur noch mittelmäßig sind. Google Docs schafft es nicht mit Microsoft Office zu konkurrieren. Die Google Cloud scheitert am mächtigen Konkurrenten Amazon. Die Suche - das Kernprodukt - leidet zunehmend unter technischen Problemen. Googles Kommunikation und Kundenservice stehen irgendwo zwischen "nicht existent" und "unterirdisch". Es ist kein Produkt in Sicht, das Googles Treiber für die Zukunft wird.

    2. Kerngeschäft unter Druck

    Googles Kerngeschäft leidet unter einem rasanten Preisverfall. Die Klickpreise sinken seit Jahren - auch als Ergebnis fehlender Innovation. Das Schlauste, was Google in dieser Hinsicht eingefallen ist: Man hat die Anzahl der Werbeanzeigen erhöht und die Kennzeichnung immer unauffälliger gestaltet. Der Zenit dieser "Strategie" dürfte aber erreicht sein. Die Nutzer misstrauen zunehmend der Position 0.

    3. Ich unterstützte keine Skrupellosigkeit

    Google geht skrupellos gegen Wettbewerber vor. Und zwar in einem Ausmaß, das selbst die Vergangenheit Microsofts in den Schatten stellt. Auch Milliardenstrafen der EU können den Konzern offenbar nicht von seinem rechtswidrigen Treiben abhalten.

    4. Google führt einen Viel-Fronten-Krieg

    Den Krieg, den Google gegen unzählige Branchen angezettelt hat, kann das Unternehmen nicht gewinnen. Die zunehmende Zahl der Feinde - zum Teil mit einflussreichen Verbindungen in die Politik - wird für Google zum Problem werden.

    Meine Prognose

    Google wird in einem der nächsten Quartale enttäuschende Zahlen melden. Wenn die Illusion vom immerwährenden Wachstum im zweistelligen Bereich Risse bekommt, möchte ich nicht mehr in der Aktie sein.

    Dann fehlt ein kleiner Auslöser - etwa, dass Apple eine andere Default-Suche nutzt oder Microsoft die Suche im Betriebssystem anders abbildet - und die Hölle bricht los.

    Der Konzern wird dann hektisch restrukturieren, "Luxus-Projekte" streichen und über Jahre gelähmt sein. Ab da ist Google der Gejagte. Bei Marktanteilen von 90-100 Prozent kann man wenig gewinnen. Aber ganz viel verlieren.

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    Sebastian Fiebiger
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    Sebastian ist Dipl. Wirtschaftsinformatiker und arbeitet seit 1998 für verschiedene Onlinemedien. Er engagiert sich ehrenamtlich in Projekten zur Krebsforschung, ist verheiratet, hat ein Kind und lebt in Berlin. Seit 2004 leitet er die Redaktion. - Profil

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