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    Home»Nachrichten»Ufa-Geschäftsführer sieht Medienlandschaft in großem Umbruch

    Ufa-Geschäftsführer sieht Medienlandschaft in großem Umbruch - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion01.04.20↻ 16.11.21

    Fernsehzuschauer mit einer Fernbedienung, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Fernsehzuschauer mit einer Fernbedienung, über dts Nachrichtenagentur

    Potsdam (dts Nachrichtenagentur) - Filmproduzent und Ufa-Geschäftsführer Nico Hofmann sieht die deutsche Medienlandschaft im größten Umbruch seit Einführung der Privatsender vor gut 25 Jahren. Doch trotz der Konkurrenz durch Streamingdienste wie Netflix gebe er das Spiel für ARD und ZDF noch lange nicht verloren, sagte Hofmann der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Er empfinde das als große Chance, weil es nun natürlich wesentlich mehr Anbieter von Bewegtbildern und damit auch mehr Abnehmer für die Produktionen gebe.

    "Auf diese Weise ergeben sich für die gesamte Branche unfassbar viele Möglichkeiten." Hofmann sieht aber auch einen "echten Spagat", den die Senderverantwortlichen hinbekommen müssten: "Einerseits stehen sie unter großem wirtschaftlichen Druck, andererseits müssen sie programmlich auf der Höhe der Zeit sein." ARD und ZDF hätten sich in den letzten Jahren jedoch massiv darum bemüht, inhaltlich eine gewisse Marktdominanz zu erringen, und verzeichneten in den Mediatheken eindrucksvolle Abrufzahlen. Und wenn man sich die Abo-Kosten für Sky oder Netflix anschaue, seien die 17,50 Euro für die Bandbreite des öffentlich-rechtlichen Fernsehens mit seinen 18 Programmen und dem riesigen Hörfunkangebot "ein echtes Schnäppchen", sagte Hofmann. Eine Konkurrenzsituation sieht der Filmproduzent weniger zwischen privatem und öffentlich-rechtlichem Fernsehen als vielmehr "zwischen der deutschen Rundfunkfamilie und dem Rest der Welt". Die größten Bedrohungen gingen derzeit von US-Konzernen aus, die mit Macht auf den europäischen Markt vorstießen: "Zum Teil findet bereits ein echter Verdrängungswettbewerb zuungunsten der einheimischen Anbieter statt", warnte Hofmann. Das gelte vor allem für Länder, in denen es anders als hierzulande keinen starken, frei empfangbaren Rundfunk gebe.

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