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    Home»News»SPD will eine Billion Euro für KI-Wettrüsten mit den USA und China

    SPD will eine Billion Euro für KI-Wettrüsten mit den USA und China » News

    Zwei SPD-Digitalpolitiker fordern in einem Strategiepapier, ein Billion Euro privates Kapital für Investitionen in Künstliche Intelligenz zu gewinnen. Die öffentlichen Haushalte allein könnten den Bedarf nicht decken, staatliche Abnahmegarantien sollen als Anreiz dienen.
    Sebastian FiebigerSebastian Fiebiger19.05.26

    Die SPD-Bundestagsabgeordneten Johannes Schätzl und Matthias Mieves fordern eine massive Mobilisierung privater Gelder für den Ausbau von Künstlicher Intelligenz in Europa.

    Wie das "Handelsblatt" berichtet, haben die beiden Digitalpolitiker ein Strategiepapier vorgelegt, in dem sie ein konkretes Ziel formulieren: eine Billion Euro privates Kapital für KI-Investitionen.

    Keine Gigantomanie mit Steuergeld

    "Europas Antwort auf die KI-Dominanz der USA und Chinas darf nicht Gigantomanie mit Steuergeld sein"

    ... schreiben Schätzl und Mieves in dem Papier. Die öffentliche Hand sei schlicht nicht in der Lage, die erforderlichen Summen allein aufzubringen.

    "Unser Anspruch muss sein, eine Billion Euro privates Kapital für Zukunftsinvestitionen zu mobilisieren."

    Rechenleistung als Sicherheitsfrage

    Hintergrund des Vorstoßes sind wachsende Bedenken angesichts neuer KI-Modelle wie "Mythos" des US-Unternehmens Anthropic, das Cyberangriffe begünstigen könnte.

    Für die beiden SPD-Politiker geht es dabei nicht nur um eine technologische Herausforderung, sondern zunehmend auch um eine geopolitische.

    "Damit wird Rechenleistung zur Sicherheitsfrage"

    ... heißt es in dem Papier. Europa müsse investieren, um sich gegen solche Risiken zu wappnen. Die Rolle des Staates soll dabei nicht die des Hauptgeldgebers sein, sondern die eines Weichenstellers, der privates Kapital in strategisch wichtige Infrastruktur lenkt.

    Wer Zugang hat, kann schneller reagieren

    Schätzl und Mieves argumentieren, dass der Zugang zu leistungsfähigen Modellen und geeigneter Infrastruktur entscheidend sei: Wer ihn habe, könne schneller auf Bedrohungen reagieren, Sicherheitslücken schließen und kritische Systeme schützen.

    Konkret sprechen sie sich dafür aus, Kapital von Versicherungen, Pensionskassen und institutionellen Anlegern verstärkt in Zukunftstechnologien zu leiten, darunter KI-Rechenkapazitäten, Start-ups, Scale-ups sowie europäische Technologieanbieter.

    Staatliche Abnahmegarantien statt blanker Subventionen

    Als Instrument zur Investitionsförderung schlagen die Abgeordneten staatliche Abnahmegarantien für bestimmte KI-Rechenleistungen vor. Dadurch sollen Investitionen planbarer und damit attraktiver werden.

    "Der Staat schafft verlässliche Nachfrage und setzt Bedingungen bei Sicherheit, Datenschutz, Energieeffizienz, Preis, Standort und guten Arbeitsbedingungen" so das Papier. Dieser Ansatz sei deutlich zielführender als "blanke Subventionen".

    mit Material der DTS Nachrichtenagentur

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    Sebastian Fiebiger
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    Sebastian ist Dipl. Wirtschaftsinformatiker und arbeitet seit 1998 für verschiedene Onlinemedien. Er engagiert sich ehrenamtlich in Projekten zur Krebsforschung, ist verheiratet, hat ein Kind und lebt in Berlin. Seit 2004 leitet er die Redaktion. - Profil

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