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Finanzen

Greenshoe – Option der Emittenten beim Börsengang

Greenshoe - Option der Emittenten bei Börsengang

Greenshoe - Option der Emittenten bei Börsengang

Der Greenshoe ist die Möglichkeit des Emittenten, beim Börsengang im Bookbuilding-Verfahren eine Mehrzuteilung bei Aktien zu begeben (es ist also eine Reserve an Wertpapieren).

Der Börsengang ist die erstmalige Ausgabe von Aktien einer Aktiengesellschaft. Abgewickelt wird der Börsengang, also die Emission der Aktien, von einer Investmentbank. Häufig werden aber auch mehrere Banken beauftragt, wobei eine Bank als Konsortialführer benannt wird.

Die Konsortialbanken analysieren den Markt und ermitteln so das mögliche Potenzial der Aktien, also den höchst möglich zu erzielenden Wert.

Im Anschluss daran beginnt das Bookbuilding-Verfahren. Es dient dazu, einen fairen Preis für die Aktien zu erzielen, denn anders als beim Festpreisverfahren wird der Ausgabepreis nicht vom Emittenten festgelegt, sondern findet sich am Markt nach Angebot und Nachfrage. Dieses Verfahren wird in Deutschland bereits seit über 10 Jahren angewandt und hat sich mittlerweile auch durchgesetzt. Fast jeder Börsengang wird mittlerweile im Bookbuilding-Verfahren begeben.

Bookbuilding

Das Bookbuilding, also die Preisfindung, findet in drei Phasen statt. Dies ist zu Beginn die Pre-Marketing-Phase. Hier werden die Aktien und das gesamte Unternehmen großen, oft institutionellen Investoren vorgestellt. Gleichzeitig werden die Banken gesucht, die die Emission als Konsortialbanken begleiten wollen. Durch deren Analysen und Gesprächen mit Investoren werden Preisvorschläge entgegengenommen. Aus diesen Vorschlägen wird eine Preisspanne festgelegt, die den unteren und oberen Preis festlegt. Diese Spanne wird anschließend in der Marketing-Phase veröffentlicht und im Rahmen einer Roadshow, also der Vorstellung des Unternehmens an den Finanzmärkten, bekanntgegeben. So sollen Investoren gewonnen werden.

Nachdem die Preisspanne festgelegt und veröffentlicht wurde, beginnt das eigentliche Bookbuilding, das so genannte Order Taking. Nun haben sowohl private als auch institutionelle Anleger die Möglichkeit, Aktien zu zeichnen. Die Zeichnungsaufträge werden unter Angabe eines Preises bei der Bank abgegeben, der natürlich innerhalb der vorgegebenen Bookbuilding-Spanne liegen muss.

Ist der Zeitraum der Zeichnung abgelaufen, werden die Aufträge der Investoren gesichtet und ein Preis für die Aktien festgelegt.

Sollte hierbei erkennbar werden, dass das vorhandene Kontingent an Aktien nicht ausreicht, erhalten Anleger nur einen Teil der gezeichneten Aktien. Auch die Auslosung ist möglich.

Greenshoe

Die Emittenten haben aber auch die Möglichkeit, ein zusätzliches Kontingent an Aktien auszugeben, den Greenshoe. Dieser dient dazu, alle Anleger zu befriedigen, wenn die Nachfrage größer ist als das Angebot. Die Option des Greenshoe kann der Emittent bis zu sechs Wochen nach der Börsengang nutzen. Sie wird natürlich nicht genutzt, wenn die Nachfrage nach den Aktien geringer ist als das Angebot.

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