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    Home»Fotografie»Crop-Faktor

    Crop-Faktor » Fotografie

    Sebastian FiebigerSebastian Fiebiger26.04.12↻ 26.04.18
    Kurzfassung: Der Crop-Faktor gibt an, um welchen Faktor das Kleinbildformat größer ist als der Sensor einer Kamera. Hat ein Sensor einen Crop-Faktor von 1,5, so bedeutet das, dass das Kleinbildformat (Vollformat) eine um 50% größere Bilddiagonale hat. Je größer der Crop-Faktor, desto kleiner der Sensor.
    Canon 550D: APS-C Kamera mit einem Crop-Faktor von 1,6
    Canon 550D: APS-C Kamera mit einem Crop-Faktor von 1,6

    Was der Crop-Faktor wirklich bedeutet: In der Fototechnik wird, wie in anderen Bereichen auch, gerne mit Wörtern jongliert, die sich sehr technisch anhören, am Ende aber nicht schwer zu verstehen sind. Da das Wort „crop“ aus dem englischen abgeleitet worden ist, und soviel wie „beschneiden“ heißt, hat man schon eine erste Vorstellung davon, worum es eigentlich geht.

    Was der Crop-Faktor wirklich aussagt

    Das ist zunächst einmal nur das Verhältnis des Bildausschnittes einer modernen Digitalkamera zu dem einer analogen Kleinbildkamera. Dazu muss man wissen, dass moderne digitale Kompaktkameras ihr Bild auf einer kleineren Fläche im Inneren abbilden, als es bei der analogen Kleinbildkamera mit Film der Fall ist.

    Während eine Abbildung im Kleinbildformat die Abmessung 36mm x 24mm beträgt, stehen Sensoren von Digitalkameras, insbesondere den Kompaktkameras eine weitaus geringere Fläche zur Verfügung. Daraus resultiert, dass ein Bild, welches mit einer Digitalkamera mit selber Brennweite und selben Blickwinkel aufgenommen wird, nur einen Ausschnitt des Kleinbildformates darstellen kann.

    Ein Beispiel für den Crop-Faktor

    Das Kleinbildformat hat immer noch die genannte Fläche von 36mm x 24mm. Wenn man nun eine gängige Kompaktkamera als Vergleich heranzieht, besitzt diese beispielsweise einen Sensor der Größe 5,8mm x 4,3mm, oder 1/2,5“.

    Hat das Kleinbildformat nun eine Bilddiagonale von etwa 43,3mm, hat der genannte Sensor der digitalen Kompaktkamera nur noch eine Diagonale von etwa 6,4mm. Dies entspricht einem Faktor von etwa 6,8. Dies ist der Crop-Faktor.

    Dieser Unterschied macht sich beim Fotografieren im Bildausschnitt bemerkbar. Das Bild des digitalen Sensors ist also in diesem Fall tatsächlich nur ein Ausschnitt des Kleinbildformats.

    Crop-Faktor "verlängert" die Brennweite

    Um die Sache noch einmal von der anderen Seite zu beleuchten, benötigt man nun für das gleiche Bild mit der genannten Digitalkamera machen zu können also ein Objektiv, dass eine 6,8-mal kleinere Brennweite besitzt:

    Nimmt man das Normalobjektiv einer Kleinbildkamera von 50mm als Grundlage, so müsste man bei der genannten Digitalkamera also ein Objektiv der Brennweite 50mm / 6,8 = 7,5mm verwenden, um den gleichen Ausschnitt darstellen zu können.

    Grundsätzlich ist also der Crop-Faktor nur ein Verhältnisfaktor der Bildausschnitte im Vergleich zum Kleinbildformat. Er macht keine Aussage über die Qualität weder einer Kamera, noch eines Objektivs.

    Das Kleinbildformat lebt weiter

    Inzwischen gibt es auch Digitalkameras mit Sensoren im Kleinbildformat (heute gerne Vollformat oder FX-Format genannt).  Aber auch unterhalb des Vollformats gibt es Formate die sich etabliert haben, wie beispielsweise das APS-C Format, welches den Crop-Faktor von 1,5-1,6 besitzt, oder das relativ neue FourThird® Format mit dem Crop-Faktor 2.

    Ergänzungen?

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    Sebastian Fiebiger
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    Sebastian ist Dipl. Wirtschaftsinformatiker und arbeitet seit 1998 für verschiedene Onlinemedien. Er engagiert sich ehrenamtlich in Projekten zur Krebsforschung, ist verheiratet, hat ein Kind und lebt in Berlin. Seit 2004 leitet er die Redaktion. - Profil

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