Fotografie
HDR (High Dynamic Range) – Fotos mit hoher Dynamik

HDR des Reichtstags in Berlin

HDR des Reichtstags in Berlin

Kurzfassung: Die HDR-Technik ermöglicht es, Bilder mit einem größeren Dynamikumfang zu erzeugen, als es der Kamerasensor ermöglichen würde. Dazu werden zwei oder mehr Bilder zusammengerechnet.

Die HDR-Fotografie ist spätestens seit der Erfindung der Digitalkameras und passender Bildsoftware ein Zweig in der Fotografie, der immer beliebter wird. Das Wort HDR kommt wie fast immer aus dem englischen und bedeutet ausgeschrieben „High Dynamic Range“, was mit „Foto mit hoher Dynamik“ oder auch „Foto mit hohem Kontrast“ übersetzt werden kann.

Wozu dient das HDR-Foto?

Das HDR Foto ist die Antwort auf die Frage: Wie werden mit nur einem Bild, alle möglichen Helligkeitsabstufungen dargestellt? Das ist in der normalen Fotografie nämlich schlichtweg unmöglich. Dazu sollte man wissen, dass man sich bei der HDR-Fotografie der EBV, also der elektronischen Bildverarbeitung am Computer bedient.

Wie erstellt man ein HDR-Bild?

Ein HDR-Bild ist grundsätzlich eine Zusammensetzung aus drei oder mehr Bildern. Die Vorgehensweise zur Erstellung ist dabei immer die gleiche: Es werden mehrere Bilder in unterschiedlichen Helligkeiten oder Blendenstufen, wie es in der Fotografie heißt, vom gleichen Motiv direkt hintereinander geschossen. Dabei ist mindestens ein Bild unterbelichtet, ein Bild richtig belichtet, und eines überbelichtet. So kann gewährleistet werden, dass jeder Bereich von dunkel bis hell richtig ausgeleuchtet ist und eine sogenannte Zeichnung beinhaltet.

Mithilfe der EBV werden nun diese drei oder mehr unterschiedlich hellen Bilder so verschmolzen, dass ein Gesamtbild entsteht, das in allen Bereichen für das Auge richtig belichtet ist. In der Natur heißt dieser Vorgang Adaption. Das ist nichts anderes als die Anpassung der Iris an die verschiedenen Lichtstufen, welche wie eine Kamerablende funktioniert und auf oder zugeht, je nachdem ob es dunkel oder hell wird.

Ebenso wird ein HDR-Bild aus verschiedenen Helligkeitsstufen komponiert und imitiert auf gewisse Weise das Auge. Die Kontrastleistung ist beim Auge allerdings ein Vielfaches höher, als es bei einem Kamerabild möglich ist. Nur sehr wenige teure Kameras sind hier vergleichbar.

Tonemapping

Nachdem ein HDR-Bild im Computer berechnet worden ist, sieht es in der Regel grau und dunkel aus. Das liegt daran, dass der Bildschirm nicht in der Lage ist, den gesamten Kontrastumfang, wie er nun im Bild enthalten ist, darzustellen.

Dazu wird ein weiteres Programm oder Programmpunkt verwendet, das Tonemapping.

Was ist Tonemapping?

Das Tonemapping ist eine Bildkompression, die es möglich macht, die viel zu hohen Kontrastwerte eines HDR-Fotos zu reduzieren. Und zwar soweit, dass ein Monitor oder ein Printmedium das gemachte HDR-Foto wieder realistisch, hochauflösend und damit annähernd naturgetreu darstellen kann.

Immer beliebter werden allerdings auch absichtlich falsch komprimierte Bilder, die dadurch dramatische Effekte erzielen können, oder dann alles wie gezeichnet aussieht.

Ergänzungen?

Kommentieren? 27.04.2018
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