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Fotografie

Tilt-Shift Objektiv

Mit einem Tilt-Shift-Objektiv lässt sich die Schärfeebene verlagern

Mit einem Tilt-Shift-Objektiv lässt sich die Schärfeebene verlagern (Foto: SkyNext | Bigstock)

Das Tilt-Shift Objektiv gehört zur Familie der Shiftobjektive. Abgekürzt spricht man auch von sogenannten TS-Objektiven. Verwandt sind diese Objektive mit den sogenannten Balgengeräte für Kleinbildkameras.

Lesezeit: 3 Minuten

Tilt-Shift Objektiv korrigieren physikalische Verzerreffekte

Aus physikalischen Gründen kommt es bei normalen Objektiven und Linsen regelmäßig zu perspektivischen Verzerrungen und unterschiedlichen Schärfebereichen. In unserem Gehirn wird dies durch verschiedene Mechanismen umgangen und so sehen wir ein harmonisches Abbild der Welt.

Eine normale Kamera kann dies schon deshalb nicht leisten, weil es optische Gesetze und Grundsätze der Mechanik gibt. Das Tilt-Shift Objektiv ermöglicht allerdings einige Verzerrungen und Unschärfen zu korrigieren. Tilt-Shift Objektive haben dazu einige Funktionen. Im Folgenden sollen insbesondere die Namensgeber also die Tilt-Funktion und die Shift-Funktion erklärt werden. Beide Funktionen haben zum Ziel, dass das fotografische Abbild der Realität unserer Wahrnehmung besser entspricht.

Die Tilt-Funktion

Bei der Tilt-Funktion eines Tilt-Shift Objektives wird die optische Achse geknickt. Wobei die sogenannte Scheimpflugsche Regel zur Verlegung einer Bildschärfe-Ebene ausgenutzt wird. Normalerweise erscheint bei einer Kamera oder einem normalen Objektiv die Ebene des Bildes als Scharf, welche parallel zur Sensorebene einer Digitalkamera bzw. zur Filmebene einer klassischen Kamera liegt. Deshalb versuchen zum Beispiel Produktphotographen immer senkrecht von oben ein Bild vom Produkt zu machen. Manchmal lassen sich aber solch gute Ausgangspositionen nicht herstellen, zum Beispiel wenn man unterhalb oder am Fuss eines großen Gebäudes steht. Klassischerweise kann man versuchen die Blendenzahl zu erhöhen, um so eine größere Schärfe zu erhalten. Dadurch verlängert sich aber die Belichtungszeit, weshalb es schwieriger wird ein Bild nicht zu verwackeln.

Die Lösung des Tilt-Shift Objektivs für diese Problematik ist das „Knicken“ des Objektivs. Es wird so ein größerer Schärfebereich erreicht, weil die scharfe Ebene nicht mehr parallel zur Sensorebene, sondern jetzt schräg liegt, also dem Objekt angepasst wurde.

Die Shift-Funktion

Anders als die Schärfekorrektur wird durch die Shift-Funktion eines Tilt-Shift Objektivs vor allem bei Panoramabildern versucht den sogenannten stürzenden Linien entgegenzuwirken. Diese werden dadurch begradigt. Das Tilt-Shift Objektiv ermöglicht aber auch eine Standortkorrektur, wenn man sich einmal nicht in der Mitte des Objektes platzieren kann. Außerdem lassen sich mit einem Tilt-Shift Objektiv Teilaufnahmen besser zu einer Panoramaaufnahme zusammenfügen. Das Tilt-Shift Objektiv arbeitet dabei mit der Verschiebung der optischen Achse.

Ein ähnliches Verfahren wie das eines Tilt-Shift Objektiv wird auch bei der Trapezkorrektur eines Laserbeamers benutzt. Trotz dieser technischen Möglichkeiten, welche ein Tilt-Shift Objektiv schafft, ist es manchmal nötig den Standort zu wechseln. Zum Beispiel wenn man das Ende eines Tunnels auf das Bild bekommen möchte.

Tilt-Shift-Objektiv Video

Wie man Tilt-Shift-Objektive in der Praxis einsetzt, zeigt Harald Wickel (www.glanzlichteragentur.de) in seinem Video:

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