Close Menu
naanoo.comnaanoo.com
    naanoo.comnaanoo.com
    • News
    • Lifestyle
    • Technik
    • Style
    • Gesundheit
    • Finanzen
    • Reise
    • Sport
    • A-Z
    naanoo.comnaanoo.com
    Home»Nachrichten»Länder erneuern Kritik an Geldwäsche-Spezialeinheit des Zolls

    Länder erneuern Kritik an Geldwäsche-Spezialeinheit des Zolls - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion05.10.21↻ 06.08.22
    Zoll, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Zoll, über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Anti-Geldwäsche-Behörde des Bundes sorgt weiterhin für Unmut in den Ländern. Eine aktuelle Umfrage von "Spiegel" und Bayerischem Rundfunk in allen Bundesländern zeigt, dass die Financial Intelligence Unit (FIU) des Zolls noch immer dysfunktional arbeitet. In einhelliger Weise kritisieren demnach die Justizbehörden der Länder, unabhängig von der jeweiligen Regierungskoalition, die Arbeit der Zöllner.

    Scharfe Kritik kommt dabei auch aus dem rot-grün regierten Hamburg. Die FIU leite Geldwäscheverdachtsmeldungen "regelmäßig" zu spät an die Ermittlungsbehörden weiter. "Im Laufe der Zeit ist insoweit auch keine signifikante Verbesserung eingetreten." Seit Jahren beklagen Polizei- und Justizbehörden, Fachleute und Oppositionspolitiker die skandalösen Zustände in der FIU, die dem Finanzministerium von SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz untersteht. Kurz vor der Bundestagswahl hatten Ermittler aus Osnabrück das Berliner Finanz- und Justizministerium durchsucht. Sie gehen der Frage nach, ob FIU-Mitarbeiter Geldwäscheverdachtsanzeigen verschlampten oder ob ihre Arbeit mit Wissen der Ministerien so desaströs organisiert ist, dass Hinweise auf schmutziges Geld verloren gehen mussten. Die Razzia brachte Wahlkämpfer Scholz in Erklärungsnöte.

    "Wir haben mehr hingekriegt in den letzten drei Jahren als in den letzten 30 Jahren", sagte er später über den Kampf gegen Geldwäsche. Die Länder sehen das anders. Auch Bayern und Brandenburg, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen beklagen, von der FIU immer wieder zu spät informiert worden zu sein. Aus München heißt es: Die Behörde leite "häufig (sehr) alte Geldwäscheverdachtsmeldungen" an die Strafverfolger von Polizei und Justiz weiter. Manche dieser Meldungen seien schon vor Jahren erstattet worden. Wegen der Verzögerung könnten in diesen Fällen keine erfolgreichen Ermittlungen mehr geführt werden. Niedersachsen spricht sogar von einer "zunehmend defizitären Weiterleitungspraxis" des Zolls.

    Der frühere Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) hatte die FIU im Sommer 2017 gegen den Rat vieler Experten vom Bundeskriminalamt zum Zoll verlagert. Sie ist als eine Art Klärwerk im weltweiten Finanzstrom gedacht. Wenn Banken merkwürdige Transaktionen auffallen, geben sie Geldwäscheverdachtsmeldungen ab. Eigentlich soll die FIU aus dieser Flut jene Meldungen herausfiltern, mit deren Hilfe unter anderem Polizei und Staatsanwaltschaften Geldwäscher und Schwerkriminelle überführen können.

    Anzeige

    Share. Facebook Twitter Pinterest LinkedIn WhatsApp Reddit E-Mail
    Vorheriger ArtikelBericht: EU treibt Infrastrukturpartnerschaft mit China voran
    Nächster Artikel Özdemir vor Sondierungen mit Union skeptisch
    Avatar-Foto
    News Redaktion
    • Website

    Die unabhängige News-Redaktion filtert die Nachrichten des Tages, ordnet Hintergründe ein und verschafft wichtigen Themen die nötige Aufmerksamkeit. Wir arbeiten frei von Einflüssen Dritter – ohne Konzern-Beteiligung, Fördermittel und Kredite. - mehr

    MEHR ZUM THEMA
    Bericht: Linken-Politiker kritisieren Antisemitismus-Vereinbarung
    4 min
    Polnischer Ex-Geheimdienstchef beunruhigt über Fall Hanning
    1 min
    Grüne kritisieren Schröder für Geburtstagsbesuch bei Putin
    1 min
    Bericht: Drei CDU-Abgeordnete machen falsche Angaben zu AfD-Wahl
    2 min
    Maffay und Oerding an Spitze der Album-Charts
    1 min
    Ethikrat begrüßt Bundestagsentscheidung zu Pränataltests
    1 min

    Kommentar

    Studien: Keine Anzeichen für Deindustrialisierung in Deutschland
    Kommt die Digitalsteuer für Internetkonzerne schon 2026?
    Ex-CDU-Generalsekretär will Beschlüsse mit der AfD ermöglichen
    Spitzen-Diplomat Ischinger: "Ja, wir waren naiv"
    Rubriken
    Beauty
    Finanzen
    Gesundheit
    Job & Beruf
    Lifestyle
    Reise
    Sport
    Technik
    Unterhaltung
    Themen
    Blog
    Fotografie
    Krankenversicherung
    Personen
    Wissen
    Zitate
    • Über uns
    • Datenschutz
    • Impressum
    SOFTCLICK LABS: naanoo ⨳ Medizin+ ⨳ Localpedia ⨳ Promis+ ⨳ Gameblog ⨳ AI News Pro ⨳ Quickpedia

    Suchbegriff eingeben und ENTER drücken