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    Länder halten sich Schulschließungen ab Herbst weiter offen » Corona

    News RedaktionNews Redaktion07.07.22↻ 07.07.22
    Abgeschlossenes Schultor, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: Abgeschlossenes Schultor, über dts Nachrichtenagentur

    15 der 16 Bundesländer halten sich Schulschließungen als mögliche Corona-Maßnahme ab Herbst weiter offen.

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Das ist das Ergebnis einer Umfrage der "Bild" (Donnerstagausgabe). Demnach schließt nur Niedersachsen Schulschließungen kategorisch aus. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU) sagte der "Bild" dazu: "Wir werden alles dafür tun, dass keine Schulen mehr geschlossen werden müssen." Die Politik müsse bei allen künftigen Entscheidungen in der Corona-Pandemie noch viel stärker als zuvor die Interessen der Schüler "in den Vordergrund stellen".

    Sonderweg der Schulschließungen Wahnsinn?

    Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD) sagte der Zeitung: "Ich halte Schulschließungen für Wahnsinn, das ist ein deutscher Sonderweg und ich werde mich dafür einsetzen, dass es nicht erneut dazu kommt." Auch Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) spricht sich klar gegen Schulschließungen aus: "Nach allem, was wir heute wissen, müssen Schulschließungen für diesen Winter ausgeschlossen werden. Diese jetzt ins Gespräch zu bringen, ist unverantwortlich." Unter den Bundesländern plädieren zudem Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und das Saarland für ein Offenhalten der Schulen bei einer erneuten Corona-Welle, schließen Schulschließungen jedoch nicht aus.


    Nur Thüringen will sich überhaupt nicht festlegen. Auf die "Bild"-Anfrage zum Ausschluss von Schulschließungen teilte ein Sprecher des Thüringischen Bildungsministerium mit: "Die Antwort auf diese Frage ist derzeit seriös nicht möglich." Unter Verweis auf die laufenden Verhandlungen im Bund zur zukünftigen Rechtslage im Bundesinfektionsschutzgesetz hieß es ferner: "Diese Debatte muss zuerst geführt werden. Im Vorgriff wird sich Thüringen hierzu derzeit nicht öffentlich äußern."

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