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    Home»Nachrichten»Politische Konkurrenz würdigt CSU zum 75. Jahrestag

    Politische Konkurrenz würdigt CSU zum 75. Jahrestag - Nachrichten

    News RedaktionNews Redaktion25.09.20↻ 16.11.21
    CSU-Fahnen, über dts Nachrichtenagentur
    Foto: CSU-Fahnen, über dts Nachrichtenagentur

    Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Vor dem CSU-Parteitag, der an diesem Samstag ausschließlich als Online-Veranstaltung stattfindet, haben Vertreter der politischen Konkurrenz der Partei zu ihrem 75. Jahrestag gratuliert. "Eines muss man der CSU lassen: In den 75 Jahren ihres Bestehens hat sie es immer wieder geschafft, dass ganz Deutschland über ihre Ideen diskutiert", sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Samstagausgaben). "Leider verläuft das häufig nach dem gleichen Muster: Ein lauter, selbstbewusster Aufschlag und dann werden die Themen in einer Mischung aus persönlichem Fehlverhalten, Unwissenheit und Verstößen gegen bestehendes Recht versemmelt."

    Als Beispiel nannte er die Asyl-Obergrenze, die Pkw-Maut und das Betreuungsgeld. Tatsächlich umgesetzt würden "die CSU-Symbolthemen dann aber zum Glück nicht", so Klingbeil. Zum 75. Geburtstag gratulierte Klingbeil mit den Worten: "Ich wünsche der CSU, dass sie die Kraft findet, künftig auch mal Politik zu machen, die gut für das Land und nicht nur für die Selbstprofilierung im bayerischen Bierzelt ist." Auch der Schleswig-Holsteinische Ministerpräsident, Daniel Günther von der Schwesterpartei CDU, spielte auf die CSU-Politik der lautstarken Forderungen an. Zwar habe die Partei in den vergangenen 75 Jahren bewiesen, wie Tradition und Moderne erfolgreich verbunden werden kann, sagte Günther dem RND. Er fügte aber hinzu: "Mit ihrem unverkennbaren Kommunikationsstil hat die CSU auch sichergestellt, dass ihr Erfolg niemandem in Deutschland verborgen geblieben ist." Dietmar Bartsch, Fraktionschef der Linken im Bundestag, sagte dem RND: "Von der CSU lernen heißt, mit vergleichsweise wenig Stimmen extrem viel durchzusetzen – für Bayern." Er wünsche der Partei eine Erholung von der jahrelangen Regierungsverantwortung: "Parteien, die zulange in Regierungsverantwortung sind, werden komisch. Ich weiß, wovon ich rede", sagte Bartsch in Anspielung auf seine DDR-Biografie. Die CSU müsste deshalb dringend mal in die Opposition, damit sie auch ihren 150. Geburtstag feiern könne. Die Bundestagsvizepräsidentin und frühere Grünen-Vorsitzende Claudia Roth würdigte die Verdienste der CSU am Entstehen und Wachstum der Grünen: "Die CSU ist ein wunderbarer politischer Gegner, mit dem es sich immer trefflich und leidenschaftlich streiten ließ und lässt – um das weibliche Bayern, das vielfältige, bunte Bayern, um Moral und Humanität in der Politik, um die Bewahrung der Schöpfung", sagte Roth dem RND. Ähnlich sieht es die langjährige Bundesjustizministerin und Koalitionspartnerin der CSU im Bund, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) für ihre Partei: "Der CSU bin ich dankbar für viele Chancen der liberalen Profilierung und des leidenschaftlichen Streitens in den letzten 75 Jahren – in der Flüchtlingspolitik, bei der inneren Sicherheit, in den Sechzigern über die Zukunft der Bekenntnisschulen", sagte die Liberale dem RND. Dank "ausreichender Flexibilität" und "programmatischer Offenheit" sei die CSU für vernünftige Kompromisse immer zu haben. "Und sie hat das Kunststück vollbracht, als regionale Partei die Welt mit zu gestalten", so Leutheusser-Schnarrenberger.

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